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Effektives Arbeiten mit Pomodoro

Wer kennt es nicht, Aufgaben tagelang vor sich herzuschieben? Oder sich einfach nicht dauerhaft konzentrieren zu können? Ich habe oft Probleme mit Selbstdisziplin und Konzentration. Oft schaffe ich es erst mit Zeitdruck meine Aufgaben zu erledigen. Aber produktiv sein geht auch anders, ohne Angst vor Deadlines und Zeitdruck, zum Beispiel mit der Pomodoro- Technik.

Was ist Pomodoro?

Pomodoro ist eine Zeitmanagement Methode, die das Ziel hat, die Konzentration möglichst lange konstant zu halten. Das funktioniert indem man in Blöcken von 25 Minuten arbeitet und danach eine Pause von fünf Minuten macht. Die Pause ist wichtig, damit man danach erfrischt in die nächste Arbeitsphase starten kann.

Die Pomodoro- Technik gibt es schon seit den 80ziger Jahren. Sie wurde von Francesco Cirillo entwickelt und verwendet einen Kurzzeitwecker, um die zu erledigende Arbeit in Blöcke – die sogenannten Pomodori – und darauffolgende Pausenzeiten einzuteilen. Der Name Pomodoro stammt von dem Küchenwecker, den Cirillo durch Zufall bei seinen ersten Versuchen, eine Zeitmanagement Methode zu entwickeln, benutzte.

Im Gegensatz zu Techniken wie Getting Thing Done (GTD) ist es das Ziel von Pomodoro, insgesamt produktiver zu sein. Für die Pomodoro- Technik ist zwar einiges an Selbstdisziplin nötig, dafür hat sie auch vielen Vorteile, wie zum Beispiel die eigene Leistung besser und bewusster wahrzunehmen. Damit eignet sich die Pomodoro -Technik gut für Menschen, die solange ein Problem mit der Motivation haben, bis sie unter Zeitdruck stehen.

Was braucht man für Pomodoro?

Um mit der Pomodoro– Technik zu arbeiten braucht man nur einige wenige Werkzeuge. Und zwar sind es Dinge, die sogar jeder zu  Hause hat:

  • einen Wecker (Kurzzeitwecker, Handywecker, Stoppuhr etc.) Es gibt sogar einige Apps, extra mit Pomodoro
  • einen Stift
  • eine To Do Liste mit den zu erledigenden Aufgaben zum Abhaken
  • das Arbeitsgerät (Laptop, PC, Tablet, Collegeblock etc.)

Wie funktioniert Pomodoro?

Die Grundlegenden Prinzipien des Systems sind einfach und effektiv. Man kann die Pomodoro Technik in 6 Arbeitsschritte einteilen.

1.) Eine Aufgabe auswählen, die erledigt werden muss.

Welche Aufgabe mit Pomodoro erledigt wird ist grundsätzlich nicht von Belang. Etwas was schnell geht, länger dauert oder einfach etwas, was man schon länger vor sich herschiebt. Wichtig ist nur, dass etwas gewählt wird, das die ungeteilte Aufmerksamkeit verlangt.

2) Einen Wecker auf 25 Minuten stellen

Es hilft zu Beginn in sich zu gehen und sich im Geiste zu sagen: Ich werde jetzt 25 Minuten ohne Unterbrechung an dieser Aufgabe arbeiten. Ich schaffe das. Es sind nur 25 Minuten. Dann kann es losgehen.

3) 25 Minuten (ein Pomodoro) konzentriert an der Aufgabe arbeiten, bis der Wecker klingelt

In dieser Zeitspanne ist es wichtig, nur an dieser einen Aufgabe zu arbeiten. Sollte einem während dem laufenden Pomodoro etwas einfallen, was ebenfalls erledigt werden muss, schreibt man es sich schnell auf die To-Do Liste. Die eigentliche Aufgabe soll für die neue Aufgabe nicht unterbrochen werden.

4) Wenn der Wecker klingelt, ein Häkchen an die Aufgabe setzen

Herzlichen Glückwunsch, du hast 25 Minuten ohne Unterbrechung  an einer Aufgabe gearbeitet. Zur Belohnung darf man die Aufgabe auf der To-Do Liste abhaken.

5) Fünf Minuten Pause machen!

Um es seinem Gehirn leichter zu machen, sollte man die Pause mit etwas verbringen, dass nichts mit der Arbeit zu tun hat. Man könnte sich zur Belohnung einen Kaffee aus der Küche holen, sich mit einem Kollegen unterhalten, meditieren oder falls möglich, ein kurzes Stück spazieren gehen.

6) Alle vier Pomodoros eine längere Pause von 20 bis 30 Minuten einlegen.

Nach vier erledigten Pomodoros von jeweils 25 Minuten, sollte man seinem Gehirn eine längere Pause gönnen. Die Zeitspanne sollte zwischen 20 und 30 Minuten liegen. Diese Zeit kann das Gehirn nutzen, um sich zu erholen, die neuen Informationen zu verarbeiten und sich auf die nächsten Arbeitsphasen vorzubereiten.

6 wichtige Regeln im Umgang mit Pomodoro

Die Pomodoro– Technik beinhaltet sechs Regeln an die man sich unbedingt halten sollte.

1)Ein Pomodoro ist unteilbar. Störungen sollten möglichst eliminiert werden. Man muss zwischen internen und externen Unterbrechungen unterscheiden. Interne Störungen wie zum Beispiel eine Erinnerung an eine noch zu erledigende Aufgabe. Diese können vermieden werden, indem man nur den Kerngedanken während eines Pomodoro kurz notiert, um sich später damit zu befassen. Externe Störungen durch Kollegen oder eingehende Emails sind schwieriger zu verhindern. Es empfiehlt sich sein Email Programm und sein Telefon während eines Pomodoros auszuschalten. Den Kollegen mit einer dringenden Frage sollte man auf später vertrösten.

2) Wenn eine Aufgabe so komplex ist, dass sie mehr als 5 bis 7 Pomodoros in Anspruch nimmt, sollte man sie in kleinere und weniger komplexe Aufgaben unterteilen.

3) Andersherum gilt das auch. Wenn eine Aufgabe deutlich weniger Zeit als 25 Minuten in Anspruch nimmt, sollte man sie mit anderen Aufgaben kombinieren.

4) Läuft ein Pomodoro erst einmal, wird er auch beendet. Man sollte nicht aufhören zu arbeiten, bis der Wecker klingelt. (Wenn sich eine Unterbrechung mal garnicht vermeiden lässt, sollte man besser wieder mit einem neuen Pomodoro beginnnen, als den laufenden Pomodoro fortzusetzen)

5) Immer positiv denken! Der nächste Pomodoro wird besser. Niemand ist perfekt und Übung macht den Meister.

6) Die Pomodoro- Technik sollte nicht für Freizeitaktivitäten genutzt werden. Seine Freizeit sollte man genießen und mit der Arbeitszeit gedanklich trennen.

 

Warum Pomodoro? 4 Vorteile der Pomodoro- Technik

1) Die Pomodoro-Technik arbeitet mit der Zeit und nicht gegen sie

Für viele Menschen ist die Zeit grundsätzlich der Feind. Wir sind es nun mal gewöhnt unter Zeitdruck zu arbeiten, uns an Deadlines zu halten und unter Stress zu stehen. Oft liegt das daran, dass wir unsere Zeit nicht effektiv nutzen. Pomodoro hilft dabei, mit der Zeit zu arbeiten und nicht gegen sie. Durch Steigerung unserer Produktivität, kann mehr Arbeit in weniger Zeit erledigt werden.

2) Die Pomodoro- Technik vermindert die Gefahr eines Burnouts

Wenn man sich an das Pomodoro- System mit seinen Arbeitsphasen und regelten Pausen hält, ist es fast unmöglich sich zu überarbeiten. Generell hilft Pomodoro bei der alltäglichen Stressbewältigung im Büro.

3) Die Pomodoro- Technik bringt einem bei, mit Ablenkungen umzugehen

Egal, ob eine Whatsapp Nachricht, ein Kollege, ein Gedanke oder eine E-Mail, Pomodoro hilft dabei mit den alltäglichen Ablenkungen umzugehen. Denn fast jede Ablenkung kann erstmal warten. Somit steigert die Pomodoro- Technik die Produktivität beim Arbeiten.

4) Die Pomodoro- Technik schafft eine bessere Work / Life Balance

Wenn man sich an die Pomodoro-Technik hält, steigert man seine Produktivität. Gesteigerte Produktivität führt dazu, dass man an einem Arbeitstag mehr schafft. Den meisten Menschen fällt es deutlich leichter, ihre Freizeit zu genießen, wenn sie das Gefühl haben im Büro etwas geschafft zu haben. Somit schafft Pomodoro eine bessere Work / Life Balance.

 

 

Nützliche Zusatzinformationen:

Video : How to Stop Procrastinating: The Pomodoro Technique

The Pomodoro Technique by Francesco Cirillo

 

Francesco Cirillo

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The Ultimate Guide to Agile Marketing

Agiles Marketing – überall fällt der Begriff, aber was bedeutet er wirklich? Der nun folgende „Ultimate Guide to Agile Marketing“ soll Sie gänzlich über dieses Thema informieren und zu einem Profi in diesem Gebiet werden lassen. Denn mit Agilem Marketing reagieren sie blitzschnell auf etwaige Veränderungen und werben so gezielt an den richtigen Stellen.

Aber wir  fangen ganz vorne an.

Agilität was ist das?

Der Begriff “Agil” stammt ursprünglich aus dem Lateinischen: “agilis“ steht dabei für flink, beweglich oder wendig. Dass dem zugrunde liegende Verb “agere” bedeutet tätig zu sein oder zu handeln. Agilität beschreibt also die allgemeine Fähigkeit, schnell auf neue Gegebenheiten zu reagieren. Das heutige Prinzip der Agilität fand seinen Ursprung Anfang der 90er Jahre in der Softwareentwicklung. So manchem Unternehmer ist auch das im Jahr 2001 begründete Agile Manifesto ein Begriff, welches die Grundlagen des agilen Arbeitsprozesses in der Softwareentwicklung definiert. Dieses wurde im Jahr 2012 für die Marketing-Welt übersetzt (Quelle: DIM). Methoden und Vorgehensweisen die sich mit dem grundlegenden Thema Agile befassen, sind an dieser Stelle in einem umfassenden Guide zusammengetragen.

Agile Grundsätze

  1. Interaktion mit Einzelpersonen: Der direkte und laufende Austausch zwischen Menschen ist wichtiger als fest definierte Tools und Prozessschritte
  2. Bereitstellung funktionsfähiger Einzelschritte: Im Fokus liegen erste umsetzbare Ergebnisse statt umfassender Dokumentation.
  3. Zusammenarbeit mit dem Kunden: Die eigenen Kunden werden direkt in die Entwicklung einer neuen Kampagne oder Strategie mit eingebunden.
  4. Reagieren auf Änderungen: Zeitnahes Eingehen auf aktuelle Veränderungen und Schaffen kreativer Lösungsansätze ist wichtiger als der ursprüngliche Plan.

Agile Werte

  1. Validiertes Lernen anstelle von Meinungen und Gewohnheiten
  2. Kundenorientierte Zusammenarbeit statt Silodenken und Hierarchien
  3. Adaptive und Iterative Kampagnen statt Big-Bang Kampagnen
  4. Kontinuierliche Bedürfnisbefriedigung statt statische Vorhersagen
  5. Flexible vs. starre Planung
  6. Reaktion auf Veränderungen statt strikte Verfolgung des Plans
  7. Viele kleine Experimente statt viele große Projekte

Quelle: Kontor Digital Media 06/2016

Für Unternehmen bedeutet dies also:  Agilität, Beweglichkeit, Transparenz und einen flexiblen Umgang mit Veränderungen – und das in allen Prozessschritten. Gerade ins Detail ausgefeilte Langzeitplanungen und Kampagnen schießen häufig am Ziel vorbei und benötigen damit weit mehr Ressourcen als ursprünglich geplant. Marketing-Teams kleiner bis mittelgroßer Unternehmen und auch Startups kämpfen im Arbeitsalltag seit jeher mit Ressourcenknappheit: zu wenig Zeit, zu wenig Budget, zu wenige Mitarbeiter. Gleichzeitig wächst die Zahl der Kommunikationskanäle beinahe wöchentlich, während sich der für kritische Wettbewerbsentscheidungen verfügbare Zeitrahmen zunehmend verkleinert. Der erfolgreiche Marketing-Manager von heute muss daher so einige Herausforderungen jonglieren:

Die Lösung: Agiles Marketing

Wenn Prozesse zu lange dauern, aktuelle Marketingmaßnahmen nicht das gewünschte Ergebnis erzielen oder zu viele Ressourcen in Anspruch nehmen, kann Agiles Marketing Ihr Unternehmen auf einen flexibleren, effizienteren und erfolgreicheren Kurs bringen.

Was ist Agiles Marketing?

Das Deutsche Institut für Marketing (DIM) definiert Agiles Marketing folgendermaßen:

„Eine Form des Marketing, bei der der gesamte Marketing Prozess in viele kleine Schritte unterteilt wird, sodass es möglich ist, auf innere oder äußere Einflüsse an bestimmten Punkten sofort reagieren zu können, und über den weiteren Fortschritt entschieden werden kann.“

Agiles Marketing ist also vor allem eines: schnell. Dabei geht es weniger um das perfekte Endergebnis und vielmehr darum, viele kleine Projekte – im Scrum-Modell auch als Sprints bezeichnet – über einen möglichst kurzen Zeitraum umzusetzen. Im Fokus steht dabei immer der Kunde und seine Bedürfnisse. Hierzu vertiefende Informationen gibt es hier.

Die gewonnen Erfahrungen können sofort im nächsten Arbeitsschritt angewandt werden. Auch Fehler sind erlaubt, solange sie nicht zweimal gemacht werden. Es zählt das Prinzip „Getting Things Done“: in weniger als vier Wochen wird entwickelt, umgesetzt, gemessen, optimiert und der Zyklus beginnt von vorne. Dies lässt sich übrigens sehr gut mit der Vorgehensweise im Agilen Projektmanagement vergleichen.

Die umsetzungsstärksten Unternehmen setzen dabei bevorzugt auf das „Trial & Error“ Prinzip, gefolgt von einer schnellen Implementierung machbarer Einzelschritte. Beides sind wichtige Bestandteile im Agilen Marketing.

Bei der Entwicklung einer Trial & Error Kultur stehen gerade deutsche Unternehmen noch vor großen Schwierigkeiten. Aus dem Silicon Valley stammend findet der Grundsatz „Fail fast, fail foward“ zwar gerade bei Startups großen Zuspruch. In einer auf Exzellenz und Genauigkeit ausgerichteten Unternehmenskultur kann dieser Ansatz jedoch schnell auf Widerstand stoßen. Eine gesunde Fehlerkultur im eigenen Unternehmen zu etablieren erfordert Mut und ein großes Maß an Geduld. Hier muss jede Organisation eine passende Schnittstelle zwischen Planung und Experimentierfreude finden. Es sei erwähnt, dass Fehler durchaus erwünscht sind – jedoch nicht zweimal der gleiche gemacht werden sollte.

Immer in Bewegung: Agiles Marketing und seine Vorteile

Um mit der Geschwindigkeit des Marktes und der Wettbewerber mithalten zu können, entscheiden sich viele Unternehmen und Startups für Agiles Marketing.

  1. Transparente Prozesse: Agiles Marketing zeichnet sich durch kurze, iterative Prozessschritte aus. Dabei werden regelmäßig Zwischenergebnisse überprüft und auch sofort am Endnutzer getestet. Das Feedback zeigt, welche Strategien funktionieren und somit weitergeführt werden sollten, während sich das Team schnell von erfolglosen Konzepten trennen kann.
  2. Stärkung von Teamgeist und Eigenverantwortung: Menschen leisten, wenn ihnen die Möglichkeit und das Vertrauen dazu gegeben wird. Agile Prozesse stärken die Eigenverantwortung der beteiligten Mitarbeiter und ermöglichen funktionsübergreifende Zusammenarbeit. Das schweißt zusammen und motiviert.
  3. Klar definierte Vision mit Flexibilität in der Umsetzung: Agiles Marketing bedeutet nicht, dass Unternehmen auf klare Strukturen und Zielsetzungen verzichten müssen. Durch die bewusste Abschaffung starrer Pläne kann sich das Marketing-Team auf die wirklich wichtigen Themen konzentrieren und auch (und vor allem) unerwartete Herausforderungen als Chancen wahrnehmen. Eine fest definierte Vision gibt dabei die Richtung vor.

Die bekanntesten Methoden für Agiles Marketing

Erfolgreiches agiles Marketing braucht Strukturen, um Einzelaufgaben effizient zu planen und auszuführen. Dafür bieten sich Methoden wie Scrum und Kanban an. Diese beiden bekanntesten Tools stellen wir Ihnen vor.

Wichtig ist: Für kleinere, eng vernetzte Teams reicht häufig eine kurze Einführungsphase. Jedes Teammitglied muss sich dabei zu einer aktiven und langfristigen Umsetzung der neuen Methoden verpflichten sowie Mut zur Veränderung mitbringen.

Größere Unternehmen finden sich mit einer komplexeren Ausgangslage konfrontiert. Hier sollte sich die Unternehmensführung überlegen, gezielt Ansprechpartner auszubilden (zum Beispiel als Agile Coaches oder Scrum- Master) und in den einzelnen Abteilungen einzusetzen. Auch die Einführung strategischer Mitarbeiterführungsansätze im Rahmen der Agilität wie beispielsweise Objectives and Key Results (OKRs) ist sinnvoll

Scrum: Ein Prozess zur Umsetzung agiler Werte

Die Integration der agilen Werte im Marketing klingt durchaus vielversprechend. Doch wie helfen sie, wenn sich plötzlich das politische Umfeld ändert oder schnell auf einen neuen Trend reagiert werden muss?

Scrum gilt als einer der bekanntesten Prozesses für agiles Marketing und setzt genau dort an, wo im Arbeitsalltag Herausforderungen entstehen: Der effizienten Arbeit im Team.

Statt Ressourcen für die Erstellung komplexer Marketingkampagnen aus dem operative Tagesgeschäft zu “verbrauchen” ermöglicht Scrum einen effizienten, interdiszipläneren Ressourcenaustausch.

Die drei wichtigsten Rollen im Scrum-Prozess

Der erste Schritt im Scrum-Prozess ist eine klare Rollenverteilung aller Beteiligten.

  1. Der Product Owner stellt sachliche Anforderungen an das Team und trägt die Verantwortung dafür, dass die notwendigen Prozessschritte in der für das Unternehmen richtigen Priorität abgearbeitet werden. Für diese Aufgabe sollte ein im Marketing erfahrener Mitarbeiter ausgewählt werden.
  2. Der Scrum Master ist für den reibungslosen Ablauf des gesamten Prozesses verantwortlich. Er nimmt dabei viele ähnliche Rollen gleichzeitig ein: als Coach, Mentor, Moderator und Vermittler beseitigt er Hindernisse und sorgt für klare Kommunikation zwischen den am Prozess Beteiligten. Marketingkenntnisse sind für den Scrum Master zwar hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Erfahrungsberichte zeigen zudem, dass gerade bei kleineren Marketing-Teams oft nicht genug Ressourcen vorhanden sind, um einen eigenen Scrum Master auf Vollzeit beschäftigen. Hier sollte alle Beteiligten über eine sinnvolle und klar definierte Aufgabenverteilung abstimmen.
  3. Im Zentrum des gesamten Prozesses steht ein motiviertes und eigenverantwortlich agierendes Team aus etwa fünf bis zehn Personen. Das Team sollte sich aus Mitarbeitern verschiedener Marketingbereiche zusammensetzen. Dabei dürfen auch Personen aus anderen Abteilung mit ins Boot geholt werden – interdiszplinäre Zusammenarbeit steht im Mittelpunkt.

Product Owner, Scrum Master und Team bilden ein kraftvolles Gefüge, das zusammen den nächsten Schritt des Scrum-Prozesses in Angriff nimmt: Die Erstellung von Epics und User Stories.

Epics und User Stories als klare Wegweiser für agiles Marketing

Epics sind komplexe und großflächige Beschreibungen der geplanten Marketingstrategie.

Nehmen wir das Beispiel einer Marketingkampagne für eine neue App zur Produktivitätssteigerung im Home Office. Ein Epic veranschaulicht das “große Ganze”, wird immer aus Nutzersicht erstellt und beinhaltet die gesamte Wirkung, die die Kampagne auf den Endkunden haben soll.

User Stories helfen dabei, Epics in kleine, leicht verständliche Schritte einzuteilen. Das Team erhält damit einen klaren Wegweiser zur Entwicklung und Umsetzung erster Ideen der geplanten Marketingkampagne. In unserem Beispiel könnte dies eine Optimierung der Sendezeit für die in der Marketingkampagne verwendeten Emails sein. Wie sieht nun die Umsetzung der gerade genannten Epics und User Stories in der Praxis aus?

Mit Sprints schneller ans Ziel

Scrum arbeitet hier mit sogenannten Sprints. Darunter versteht man kurze, zeitlich genau definierte Arbeitseinheiten. Was bei jedem Sprint zu tun ist, kann aus dem sogenannten Back Log (einer für das ganze Team einsehbare To-Do Liste) entnommen werden.

Sprints dauern in der Regel zwei bis vier Wochen und sind klar definiert: Jeder im Scrum-Prozess Beteiligte weiß was bis wann zu tun ist. Dadurch kann das Team schnell erste Marketingstrategien im Markt testen und direkt auf die gewonnenen Ergebnisse aufbauen. Hier wieder zurück zu unserem Beispiel: In einem kurzen Sprint über ein bis zwei Wochen wird ein A/B-Test zur Definition des optimalen Versandzeitpunkts der Marketingemails erstellt und durchgeführt. Der Sprint-Zyklus besteht aus einer Planungsphase, täglichen Meetings von maximal 15 Minuten Länge sowie finalen Feedback- und Review-Sessions. Die gewonnenen Ergebnisse können damit sofort in der Kampagne umgesetzt werden.

Mehr Transparenz mit Kanban

Scrum bietet ein einfaches, klares System für agiles Marketing. Doch auch hier kann man schnell mal den Überblick über zahlreiche Prozessschritte und To-Dos verlieren. Als Ergänzung zu Scrum bietet sich daher für jedes an agilem Marketing interessierte Team die Kanban-Methode an.

Quelle : https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Simple-kanban-board-.jpg

Kanban ist eine übersichtliche Darstellung aller Prozessschritte. Die für die Umsetzung der Marketingkampagne notwendigen Aufgaben werden visuell dargestellt und verschiedenen Einzelpersonen zugeordnet. Die Methode addressiert vor allem folgende Fragen: Welche Ressourcen werden benötigt? Welche Deadlines sind zu beachten? Wie integriert sich meine Aufgabe in den Gesamtprozess? Und wo stehen wir als Team zur Zeit? Kanban hilft somit dabei, Einzelschritte und Aufgaben transparent darzustellen.

 

  • Welche Ressourcen benötigt das Team?
  • Welche Deadlines sind zu beachten?
  • Wie integriert sich meine Aufgabe in den Gesamtprozess
  • Auf welchem Stand ist das Projekt zur Zeit?

Geschichten aus der Praxis zu perfekt angewandtem Agilem Marketing

Quelle : https://pbs.twimg.com/media/C7nmIEaXgAEcMy7.png

OREO: YOU CAN STILL DUNK IN THE DARK

Ein Stromausfall beim Superbowl? Undenkbar! Genau diesen Überraschungseffekt hat Oreo geschickt genutzt. Innerhalb von nur acht Minuten reagierte Oreo mit dem originellen und witzigen Tweet „You can still dunk in the dark“ auf den Stromausfall und erzeugte damit eine enorme Reichweite in den sozialen Medien.

 

NECKERMANN: MUT ZUR SPONTANITÄT

Quelle : http://static.neckermann-reisen.de/temp/fileadmin/style/images/nec-logo-original.png

Wie kommt man zur kostenlosen Traumreise? Im Beispiel Neckermann hatte eine junge Studentin die Idee, das Großunternehmen zu einer Wette „herauszufordern“. Das Ziel: Eine Reise sollte ihr Post mehr Likes auf Facebook haben als die Neckermann-Seite. Neckermann machte mit und die Aktion wurde mit über 133.000 Likes nach nur 14 Stunden zum unerwarteten viralen Marketingerfolg. Ein großer Reichweiten- und Sympathiegewinn für das Unternehmen.

 

Vertiefende Artikel zu Agile Marketing:

Der ultimative Agile Guide – Ein Überblick

Kontinuierliche Marktkonkurrenz erfordert ständige Anpassungen von Strategien und Geschäftsideen. Im Rahmen der heutigen Geschäftswelt kommt man um das Thema Agile demnach nicht drum herum, weswegen es umso wichtiger für bestehende Unternehmen als auch Startups ist, sich intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Dieser Artikel wird ab jetzt bei jeder neuen Idee, die sie als Leader weiterverfolgen, ihr treuer Begleiter werden. Der ultimative Guide, der ausführlich die wichtigsten Insides jeder Methode aufdeckt und Aufschluss über die richtige Verwendung gibt. Hier nun ein Überblick über die Methoden, welche in diesem Artikel weiter vertieft werden…

Design Thinking

Lean Startup

Customer Development

Lean Canvas

Business Model Canvas

Google Sprint

Agile Leadership (Management 3.0, Lean Management & OKR)

 

Design Thinking

Durch stetig steigenden Wettbewerbsdruck und kürzer werdende Produktlebenszyklen wird der Konkurrenzkampf am Markt für Unternehmen aller Branchen härter. Von immer mehr Seiten werden ähnliche Produkte angeboten und der Schrei nach Innovation ist groß. Bedürfnisse werden spezieller und der Kunde immer wählerischer, durch die riesige Anzahl an Angeboten. Insofern ist es schwieriger geworden, die Bedürfnisse der Kunden exakt zu treffen und sie mit Innovation für sich zu gewinnen. Eine populäre Methode ist Design Thinking.

Was ist Design Thinking?

Seinen Ursprung hat Design Thinking im Silicon Valley. Dort wurde es von David Kelley, dem Gründer der Design Agentur IDEO, und den Informatikern Terry Winograd sowie Larry Leifer in den 90ern entwickelt. Die Theorie hinter Design Thinking erfüllt genau die oben angesprochene Problemstellung. Durch eine systematische Herangehensweise sollen in einem kreativitätsfördernden Umfeld, Innovationen und Fragestellungen erarbeitet werden, die speziell auf Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. Der Kundennutzen aus Anwendersicht steht dabei im Mittelpunkt. Es sollen Innovationen hervorgebracht werden, die sich explizit am Nutzer orientieren und seine Bedürfnisse erfüllen. Namhafte Firmen wie Lufthansa oder Bosch bedienen sich bereits dieser Methode!

Die Problemstellungen sind dabei nicht näher definiert, sondern kommen aus den verschiedensten Lebensbereichen. Deswegen ist eine multidisziplinäre Beteiligung an dem Design Thinking Prozess unabdingbar, um möglichst viele Sichtweisen auf eine Fragestellung zu erlangen. Dabei nehmen Design Thinker die Rolle des Anwenders ein, um durch die Brille der Nutzer zu schauen. Neben der wirtschaftlichen und technologischen Machbarkeit, sind es die menschlichen Bedürfnisse die es vor allem zu erfüllen gilt.

Die drei Säulen des Design Thinking

Das Design Thinking beruht maßgeblich auf drei Säulen, die in einem Team gemeinschaftlich das Mindset darstellen sollten. Zum einen multidisziplinäre Teams, sogenannte variable Räume und dem eigentlichen Design Thinking Prozess.

Multidisziplinäres Teams

Komplexe Projekte und Fragestellungen werden am besten gelöst, wenn viele verschiedene Sichtweisen eingenommen werden. Dementsprechend ist es beim Design Thinking unabdingbar, dass ein multidisziplinäres Team aufgestellt wird. Personen mit verschiedensten Hintergründen sollen so Lösungen entwickeln, die aus allen individuellen Perspektiven eine optimale Innovation darstellen. Dabei können neben den fachlichen, ebenso kulturelle oder nationale Unterschiede hilfreich sein.

Der Design Thinking Prozess

Das Design Thinking folgt einem interativen Prozess. Für gewöhnlich sind es sechs Schritte die sich in Schleifen wiederholen. Dies hat zur Folge, dass Fehler früh erkannt werden und somit Verbesserungen dementsprechend früh einfließen können.

  • Verstehen: Der erste Schritt ist das Verstehen – das Problem soll wie es der Name schon sagt „verstanden“ werden. Dabei soll definiert werden, was genau das Problem ist.
  • Beobachten: Im zweiten Schritt findet das Beobachten Hier werden sämtliche Informationen zu dem Problem gesammelt um den Projektrahmen perfekt abstecken zu können und frühe Erkenntnisse zu erlangen.

Die ersten beiden Schritte sind intuitiver Natur. Das Problem muss greifbar gemacht werden und wie schon gesagt verstanden sein. Möglichkeiten sind Umfragen zu schalten oder Interviews zu führen.

  • Point of View: In der dritten Phase wird der Point of View Die gesammelten Erkenntnisse werden zusammengetragen und ein Prototypen Kunde erstellt. Dieser Prototyp hat klar definierte Bedürfnisse, die es zu befriedigen gilt. Für den Kunden muss möglichst viel Empathie erzeugt werden, um sich perfekt in seine Lage versetzen zu können. Durch die vorangegangenen Gespräche mit möglichen Kunden soll das erreicht werden.
  • Ideensammlung: In der vierten und wichtigsten Phase, werden Ideen gesammelt. Vor allem mithilfe von Brainstorming, aber auch anderen Methoden, sollen Konzepte und Lösungsvorschläge für die Problemstellung entwickelt werden.
  • Prototyping: Die gesammelten Ideen sollen in der fünften Phase konkretisiert und verdichtet werden. Als Ergebnis soll es einen fertigen Prototypen für das Produkt geben. Dies kann bei einem realen Produkt ein 3D-Druck oder Rapid Prototyping sein, oder aber bei einer Dienstleistung ein fertig aufgestelltes Modell in Simulationen oder ähnlichem.
  • Testen: Den Prototypen aus dem vorherigen Schritt, gilt es in der abschließenden Phase zu testen.

Quelle : https://www.moysig.de/moysig/wp-content/uploads/2016/04/Design-Thinking-Phasen_11.jpg

 

Variabler Raum

Der wichtigste Bestandteil des Design Thinkings ist die offene Kreativität. Und diese gilt es auch in die Räumlichkeiten zu übertragen. Erreicht wird das durch flexible Raumkonzepte mit bewegbaren Möbeln und ausreichend Möglichkeiten zur Visualisierung der Innovationen von Whiteboards und Präsentationsflächen über verschiedenste Materialien wie z.B. Bausteine. Der Kreativität sollen keine Grenzen gesetzt sein! Kreativität hat oft den Anschein nicht geordnet zu sein, allerdings ist es sinnvoll auch im Design Thinking mit Projektmanagementmethoden wie Scrum oder Kanban das Projekt zu organisieren. Die Kombination aus Design Thinking und einem führenden Projektmanagement ist die effizienteste Methode um Innovationen hervorzubringen und damit letztendlich optimal Kundenbedürfnisse zu erfüllen.

Innovationen durch Design Thinking – und dann?

Design Thinking ist eine Methode um Innovation voranzutreiben und neuartige Produkte und Dienstleistungen zu erschaffen. Allerdings nur in der Theorie – oft scheitert es an der Implementierung der Innovationen in das vorhandene Produkt-Portfolio. Eine Möglichkeit um Modelle, Konzepte und Innovationen auf ihre Sinnhaftigkeit und Machbarkeit zu prüfen, ist das Business Model Canvas. Dadurch können Modelle auf einen Blick verständlich gemacht werden und sind Entscheidungsträgern plausibel verkäuflich.

Um sein Know-How im Design Thinking zu vertiefen ist es äußerst sinnvoll Seminare und Workshops zu besuchen. Dahingehend gibt es ein umfassendes Angebot. Das folgende Video gibt euch ebenfalls in Kürze die Kerninformationen über Design Thinking.

 

Lean Start-Up

Eine weitere Methode, welche sich in ihren Wurzeln mit dem Business Model Canvas und dem Lean Management Modell identifiziert, zeigt wie man ein erfolgreiches Unternehmen mit möglichst wenig Kapital gründen kann. Der Fokus liegt hier auf dem „machen“ (learning-by-doing Stil) und nicht auf langer Planung und Durchführung eines intensiven Business Plans. Mit einem reduzierten Produktionszyklus und hoher Feedbackquote vom Kunden können die Wünsche vom Kunden schnell eingearbeitet werden, um somit eine konstante Kundenzufriedenheit sicherzustellen.

Die Methodologie beruht auf drei Prinzipien: Dem Business Canvas Model, Customer Development und Agile Development, welche in Kombination beabsichtigten das Produkt möglichst schnell ohne lange und komplizierte Businesspläne auf den Markt zu bringen. Das Ziel des Lean Startup Gedankens ist es also kurz gesagt, ein MVP („minimum viable product“), ein Produkt mit den minimalsten Eigenschaften und Anforderungen auf den Markt zu bringen, es Kunden vorzustellen und Feedback einzuholen. Dieses Feedback wird durch Anpassungen und Änderungen am Produkt eingearbeitet und minimiert gleichzeitig das Risiko, dass das Unternehmen etwas produziert, was vom Markt nicht gefragt wird. Des Weiteren wird von Anfang an ein enges Kundenverhältnis aufgebaut, welches zu einer direkten und effizienten Entwicklung des Produktes führt.

Quelle: http://theleanstartup.com/principles

Lean Startups – eine Garantie zum Erfolg?

Viele Menschen sehen in der Idee des Lean Startup viele Vorteile im Vergleich zu den traditionellen Business Modellen.  Wichtige Faktoren des Lean Startup sind z.B. Ressourcen & Zeit. Der Faktor Zeit ist einer der wenigen Faktoren, welcher mit Geld nicht erkauft werden kann. Das Konzept zielt also auf Effizienz und Effektivität.

Ein weiterer Vorteil ist die Identifikation einer genauen Zielgruppe. Nur wer klare Ziele verfolgt und diese ohne große Schwankungen strukturiert umsetzt, kommt am schnellsten zum Ziel. Der wohl wichtigste Unterscheid zum traditionellen Modell liegt in der Einstellung ihrer Mitarbeiter. Lean Startup basierte Unternehmen suchen motivierte, fokussierte und schnell arbeitende Menschen, welche sich in kürzester Zeit in neue, unbekannte Themen einarbeiten können und bestmögliche Leistung darin erzielen. Traditionelle Firmen suchen tendenziell Mitarbeiter mit langjährigen Erfahrungen in dem entsprechenden Bereich.

„Startup success can be engineered by following the process, which means it can be learned, which means it can be taught.” – Eric Ries

Lean Startup ist längst nicht mehr ein Konzept was nur von Startups verwendet wird. Mittlerweile haben auch große, Venture Capital Firms, sich das Konzept angesehen und es selber ausprobiert. Die US-amerikanische Firma „Dropbox“ ist dem Rat von Eric Ries gefolgt und hat ihr Produkt deutlich schneller auf den Markt und an ihre Kunden gebracht und konnte somit in 15 Monaten ihre Nutzer von 100.000 auf 4.000.000 erhöhen. Vielmehr definiert es also den Begriff „Startup“ auch als solchen neu, da hier ein nachhaltiges – anstatt eines lang durchgeplantem Business Model angestrebt wird.

Customer Development als Unterstützung des Lean Startups?

 

Im Rahmen der Lean Startup Methode wurde deutlich, wie das Unternehmen einen Kanal zum Kunden schafft, eben dieser Weg auf dem das Produkt zum Kunden geliefert wird. Ein Großteil der Industrie entwickelt und tüftelt still im Kämmerchen an neuen, besseren und schöneren Produkten und alle wundern sich am Ende wieso sie keiner nutzt oder kauft. Oft wird durch ein zu festes Mindset am Markt vorbei entwickelt. Was viele immer wieder vergessen: Es sind die Bedürfnisse des Kunden, die es zu erfüllen gilt. Und die erfahre ich am besten, wenn ich ihn ganz einfach selberfrage! Dies ist der Kerngedanke von Customer Development – anders als im klassischen Ansatz, bei dem erst entwickelt und dann getestet wird, soll bei Customer Development schon vor der Produktentwicklung mit dem Kunden gesprochen werden um seine Bedürfnisse herauszufinden. Man könnte es also so formulieren, dass Customer Development als einen Teil der Lean Startup Methode gesehen werden kann.

Die vier Phasen von Customer Development

 

Customer Discovery

Im ersten Schritt sollte die Grundidee bereits vorhanden sein. Denn diese heißt es nun zu testen! Der Schritt Customer Discovery teilt sich ebenfalls in Unterpunkte auf.

Hypothesen aufstellen: Die ursprüngliche Vision, der Kerngedanke muss in sogenannte Hypothesen niedergeschrieben werden. Die Hypothesen sind die Hauptannahmen auf denen der Unternehmensgedanke beruht. Sozusagen sind sie das Rahmenwerk der Geschäftsidee. Eine gute Methode um diese Hypothesen aufzustellen ist das Business Model Canvas.

Problem validieren: Hat man erst seine Grundfeste errichtet, gilt es nun diese zu testen. Das vorhin genannte Customer Development mit dem Ansatz „Getting out of the building“, sollte hier wieder im Vordergrund stehen, denn der Kunde kommt nicht zu einem selbst, sondern man muss den Kontakt selber herstellen, um seine Wünsche und Probleme erkennen zu können. Der Verlauf des Interviews ist für beide Seiten von hoher Bedeutung, da der Mensch im allgemeinem dazu neigt, einen „angenehmen“ Gesprächsverlauf anzustreben. Spricht der Kunde seine Zweifel an dem Produkt nicht aus, kann das produzierende Unternehmen nicht adäquat handeln und dieses auf die Bedürfnisse des Kunden nicht richtig anpassen. Daher sollte ein lockeres Gespräch angestrebt werden und dem Kunden darin das Vertrauen ausgesprochen werden – nur so können sie Erfolg verzeichnen.

 

Minimum Viable Product: Mit den Erkenntnissen aus den Kundengesprächen, soll ein Prototyp, im Rahmen des Minimum Viable Product (MVP) entwickelt und an den Kunden getestet werden. Der MVP ist deutlich günstiger als das fertige Produkt und hat den Vorteil, die Bedürfnisse der Kunden tatsächlich mit der Lösung zu vergleichen.

 

Customer Validation

Der zweite Schritt im Customer Development Prozess ist die sogenannte Customer Validation. Sind die Bedürfnisse der Kunden erkannt, das Problem verstanden und der MVP durch Tests bei einzelnen Kunden gut angekommen, ist die nächste Aufgabe zu beweisen, dass sich das Geschäftsmodell auch mit vielen Kunden bewährt. Dazu sind mehrere „Beweise“ zu erbringen:

Bestätigter MVP: Das Produkt besteht vor vielen Kunden. Die Kunden erkennen den Wert des Produktes und sind bereit es zu kaufen. An dieser Stelle kommt es manchmal dazu, dass eine sogenannte „High-Fidelity“ Version des MVP gebaut wird. Dieser erweitert die Grundfunktionen und lässt sich bereits an Kunden verkaufen, die besonders großes Interesse an dem Produkt haben

Marketing und Sales Roadmap: Der Verkauf der Produkte muss selbstverständlich vorbereitet werden. Dafür müssen Marketing- und Saleskanäle aufgebaut werden (Website, E-Commerce, Broschüren

Skalierbares Geschäftsmodell: Das Geschäftsmodell muss natürlich ebenfalls beweisen, dass es mit vielen Nutzern und großen Zahlen ebenso funktioniert. Nur so kann das noch junge Startup zu einem großen Unternehmen werden.

 

Customer Creation

Im dritten Schritt geht es dann ans Eingemachte. An dieser Stelle wird oft viel Geld ausgegeben und das Geschäft ans Laufen gebracht. Vertriebs- und Marketingkanäle werden ausgebaut um in einer kurzen Zeit möglichst viele Kunden zu erreichen. Es geht hierbei in erster Linie nicht mehr um das direkte Gespräch mit dem Kunden und der Definition des Produktes sondern darum, dass der Kunde mein Produkt wirklich kauft!

 

Warum Customer Development?

Als Teil des Lean Startup Framework geht Customer Development wieder zurück zum Kunden, zu den Wurzeln des Unternehmertums. Man hat den Kunden gefragt worauf es ihm ankommt und hat danach seine Produkte entwickelt. Dies ist der Unterschied zu den Verfahren wie es große Unternehmen heutzutage tun. Mit viel Geld in der Hand wird auf Annahmen basierend ein Produkt entwickelt, es wird Market Research unternommen ohne großartig die exakten Bedürfnisse des Marktes herauszufinden. Dadurch kommt es oft zu der Annahme, dass nur weil ein Unternehmen ein besseres, günstigeres oder neuartiges Produkt auf den Markt bringt, dieses auch gleich Früchte trägt. Ob das Interesse am Markt für solch ein Produkt besteht wird häufig außer Acht gelassen. Dies ist es was Customer Development ausmacht! Aus diesem Grund ist die Methodik auch nicht nur relevant für Startups sondern adressiert sich nicht minder an große bestehende Unternehmen!

– Produkte für Kunden entwickeln und anbieten –

 

Lean Canvas

 

Das Lean Canvas Model, welche von Ash Maurya ins Leben gerufen wurde, befasst sich damit eine Geschäftsidee anhand mehrerer Prinzipien auf eine Seite zusammenfassen. Es beschreibt, wie das Unternehmen den Kunden weiterhilft, wie man selber davon profitiert und wie das Produkt an den Kunden gelangen soll. Insgesamt haben sich neun Prinzipien etabliert:

Zunächst kümmern wir uns um die Interessen der Kunden. Wie hilft das Produkt dem Kunden? Welche Schlussfolgerungen entstehen daraus für Ihn? Dieser Punkt der Problem Lösung gehört mit zu den wichtigsten, da alle weiteren Schritte hierauf aufbauen.

Quelle: https://medium.com/@darryl.snow/lean-canvas-8133b8b406c0

In dem Feld der Lösungsfindung investieren die Gründer am meisten Zeit, in dem sie über effiziente und geschickte Lösungen für ihre Kunden nachdenken. Hier werden Ideen von allen Teammitgliedern gesammelt und festgehalten.

Als drittes Prinzip liegt der Fokus auf den Kennzahlen der neuen Idee. Unter Kennzahlen werden hier in der Regel zwei Zahlen aufgelistet. Zum einen wird die Zahl des persönlichen Erfolgs aufgelistet wie z.B. die Arbeitskosten der Mitarbeiter. Und zum anderen die Zahl, welche den potentiellen, wirtschaftlichen Erfolg prognostiziert, wie Umsatzzahlen oder Verkaufszahlen.

Der folgende Bereich „Besser als die Konkurrenz“ verfolgt den Plan ,in wie fern sich das Unternehmen mit ihrem Produkt von der Konkurrenz abheben kann. Fragen nach der Komplexität oder den Vor-und Nachteilen meines Produktes gegenüber den Konkurrenz sollen hier diskutiert werden.

Auf das Thema Konkurrenz folgt den Aufbau eines Kundenkanals. Hier wird diskutiert und analysiert, wie das Produkt zum Kunden gelangt. Je nach Produktentwicklung gibt es mehrere Wege, wie der Kunde erreicht werden kann. Eine sinnvolle Idee ist sicherlich in der heutigen Welt mit Social Media auf das Produkt aufmerksam zu machen.

Quelle: http://www.gründer.guide/

Im Rahmen des Kundenkanals analysiert ein anderes Team, welches Kundensegment das Produkt ansprechen soll. Beim Lean Canvas Model wird sehr detailliert anhand von Untergruppen die Kundenzielgruppe präzisiert.

Zu guter Letzt werden sich Kosten und Umsätze angeschaut. Es werden Prognosen zu anfallenden Fix-und Variablen Kosten getroffen. Jedes Unternehmen möchte seinen Gewinn maximieren, sodass eine optimale und effiziente Strategie zwischen Kosten und Umsatz etabliert wird.

Nach den 9 Aspekten des Lean Canvas Model besteht ein fertiges Modell. Dennoch führt dieses Modell nicht zwangsläufig zum Erfolg. Oftmals scheitern leider auch viele Projekte oder Ideen und werden deshalb nicht weiterverfolgt. Ein Grund dafür ist das Verwenden von falschen Methoden!

“Don’t Write a Business Plan. Create a Lean Canvas Instead.” (Quelle: https://leanstack.com/leancanvas)

Business Model Canvas vs. Lean Canvas

Oftmals stellten sich Gründer diese Frage. Welche Methode nehme ich lieber? Ist es nicht eigentlich dieselbe, nur ein in einer bisschen abgeändert? Wir wissen bereits, dass sich Lean Canvas auf das Wesentliche konzentriert aber was genau bedeutet eigentlich das Wesentliche? Zunächst von wem wird es primär genutzt?

Lean Canvas richtet sich eher an Gründer und Startups, und das Business Model Canvas eher an bereits bestehende Unternehmen. Des Weiteren handelt es sich beim Lean Canvas eher um eine Idee, weshalb alle Aspekte wie Kundensegment, Konkurrenz oder Lösungsansätze so angesetzt sind, dass sie in einem „Step-by-step“ – Prozess, eben optimal für Startups, ausgearbeitet werden können.

Diese Methode soll schlussendlich Gründern, Unternehmern, eben Menschen mit einer interessanten Idee, den Mut geben diese mithilfe eines 20-minütigen „Modells“ auf die Beine zu stellen. Das Lean Canvas ist kompakt und beinhaltet alles Wesentliche und gibt einen optimalen Start. Das ist der Grund, warum es Erfolg hat und von vielen Firmen verwendet wird. Einige bekannte Firmen, wie Airbnb oder Uber haben mit diesem Modell bereits große Erfolge verzeichnen können.

 

Business Model Canvas

 

In seiner ursprünglichen Form wird für ein BMC lediglich ein großes Blatt Papier benötigt (DINA2 oder größer). Darauf sind die wichtigsten Schlüsselfaktoren für ein erfolgreiches Geschäftsmodell abgebildet, die es unbedingt zu beachten gilt. In diese Kategorien lassen sich baukastenähnlich, problemlos Ideen für ein Geschäftsmodell eintragen, meist in Form von kleinen Post-It’s und Zetteln. Dadurch ist es möglich, sehr flexibel verschiedene Varianten für ein potentielles Vorhaben auszuprobieren. Besonderen Anklang findet dieser Ansatz bei Startups, bei denen das Geschäftsmodell noch nicht ganz ausgereift oder klar definiert ist. Aber auch bei schon bestehenden Unternehmen mit einem fertigen Geschäftsmodell lässt sich problemlos ein Innovationsgedanke mit Business Model Canvas ausprobieren. Der große Pluspunkt dieser Methode ist die unwahrscheinlich hohe Flexibilität, mit der BMC punktet. Anstatt einen Gedanken in Form eines Business Plans mit viel Mühe niederzuschreiben, kann bei BMC in kürzester Zeit eine Idee unter Berücksichtigung aller wichtigen Faktoren erprobt werden. Gerade in einer Zeit mit kürzer werdenden Produktlebenszyklen und zunehmendem Wettbewerb, kommt es vor allem auf agile, flexible und schnelle Geschäftsmodelle an.

Um zu einem optimalen Ergebnis zu kommen, ist es bei dieser Methode äußerst sinnvoll, wenn viele Menschen aus unterschiedlichen Fachabteilungen das BMC erstellen. Dadurch erhält man eine vielseitige Sicht auf Problemstellungen, Beziehungen untereinander etc.

Der Entwickler dieses Konzepts ist der Schweizer Unternehmer und Autor Alexander Osterwalder, der seine Methode in dem Buch „Business Model Generation“ vorstellt. Das Werk erfreut sich stetig steigender Beliebtheit und hat bis heute über 5.000.000 Kunden erreicht, die seine Methoden erfolgreich umsetzen. Seine Kunden sehen das Werk als Leitfaden für Innovation und das Aufbrechen alter Strukturen. In der folgenden Präsentation zeigt Alexander Osterwalder wie das Business Model Canvas eingesetzt wird

Die 9 Schlüsselfaktoren im Business Model Canvas

Um einen genaueren Überblick über BMC zu bekommen, kann hier der Business Model Canvas Sheet als PDF heruntergeladen werden. An dieser Stelle wollen wir uns gerne bei Alexander Osterwalder bedanken, der die Vorlage kostenlos unter BusinessModelGeneration.com zur freien Verfügung stellt.

Wie bereits gesagt, besteht das BMC aus neun Feldern, denen Schlüsselfaktoren zugeordnet sind. Diese müssen mit einer potentiellen Geschäftsidee befüllt werden. Wir erklären das Wichtigste zu jedem Schlüsselfaktor:

Key Partners: In so gut wie jedem Geschäftsmodell wird versucht durch strategische Partner Synergien zu erzeugen, einen Know-How Austausch zu erreichen und durch eine Partnerschaft die Risiken zu verteilen. Frage: Wer sind meine wichtigsten Partner?

Key Activities: Um eine Dienstleistung zu erbringen oder ein Produkt zu erstellen, muss grundsätzlich immer etwas getan werden, es sind Tätigkeiten notwendig. Frage: Was sind die wichtigsten Schritte und Tätigkeiten, damit mein Geschäftsmodell funktioniert?

Value Propositions: Ein Produkt oder eine Dienstleistung erfüllt immer einen ganz bestimmten Zweck: ein spezielles Bedürfnis eines Kunden zu erfüllen. Dies ist das sogenannte Nutzenversprechen, dass es zu halten gilt. Dabei können die Faktoren von unterschiedlichster Natur sein: neuer, besser, günstiger etc. Frage: Welchen Nutzen haben Kunden davon, wenn sie mein Produkt kaufen oder meine Dienstleistung in Anspruch nehmen?

Customer Relationship: Der Kunde ist letztendlich die wichtigste Person für ein Unternehmen. Deswegen ist es wichtig zu definieren, welchen Umgang und Service man diesen Kunden bietet. In manchen Branchen ist es wichtig, persönlichen Kontakt zu pflegen, in anderen wiederum reicht eine automatisierte Interaktion. Hat man einmal einen Kunden erreicht, will man ihn möglichst halten! Die Kundenbeziehung ist demnach äußerst wichtig. Frage: Wie gewinne ich meine Kunden und wie binde ich diese an mich?

Customer-Segments: Jedes Unternehmen spricht immer eine ausgesuchte Zielgruppe mit ihrem Produkt oder ihrer Dienstleistung an. Die Zielgruppe kann sich in verschiedenen Marktsegmenten wie z.B. dem Massenmarkt oder auch einer Nische befinden. Frage: Welche ist meine Kundenzielgruppe?

Key-Resources: Um etwas zu erstellen oder anzubieten sind notwendigerweise Ressourcen nötig. Diese können von finanzieller, personeller oder rein physischer Natur sein. Frage: Welche sind die wichtigsten Ressourcen, die ich für meine Unternehmung benötige?

Channels: Kunden können nur das kaufen was für sie erreichbar ist und was sie kennen. Frage: Wie erfahren die Kunden von meinem Produkt und wie bekommen sie es?

Cost Structure: Wirft man einen Blick auf die Key Resources wird schnell klar: Dies ist nicht umsonst. Eine Erstellung eines Produkts ist auch immer mit Kosten verbunden. Frage: Welche sind die Kostenpunkte, die durch die Unternehmung anfallen?

Revenue Streams: Am Schluss kommt es bei den meisten Unternehmen darauf an, die erbrachte Leistung zu monetarisieren. Dies kann auf ganz unterschiedlichen Wegen geschehen, durch Einmalzahlungen, Abonnements, Beteiligungen. Frage: Wie und woher kommt in diesem Modell das Geld?

 

Das physische Canvas Board

Nun ist klar, worum es bei Business Model Canvas geht, und welche Vorteile BMC mit sich bringt. Ursprünglich war diese Methode eine rein physische Aufgabe zur schnellen Visualisierung von Geschäftsmodellen. Dazu gab und gibt es unzählige Work-Shops in denen die Methode beigebracht und vermittelt wird. Und darüber hinaus gibt es verschiedene Anbieter, welche Blanko Whiteboards bzw. Poster vermarkten. Das Canvas Board fördert die Kommunikation im Büro, denn das Team muss sich tatsächlich physisch damit auseinandersetzen und zusammenkommen. Perfekt also für jedes Unternehmen, um innovative Ideen auszutauschen. Mit dem Wissen aus den Workshops und dem neuen Canvas Board im Büro kann es doch dann eigentlich losgehen!

Canvas in einer digitalisierten Welt

Aber halt – was, wenn interdisziplinäre oder verteilte Teams von verschiedenen Standorten am Canvas mitarbeiten wollen? Abfotografieren wäre eine Lösung, aber nicht unbedingt der Sinn der Sache in unseren Augen. Das Canvas ist ein lebendes Dokument, welches weiterentwickelt wird. Das geht mit einem Foto schlecht. In der letzten Zeit wird der Ruf nach digitalen Canvas Boards immer lauter. Dies rührt eben genau daher, dass die Kollaboration zwischen verschiedenen Teams nicht immer am selben Standort stattfindet. Um einige Beispiele zu nennen: Die Kollaboration zwischen Accelerator und Startup, zwischen Inkubator und Startup, Agile Coaches und Unternehmen. Alle Parteien die in der Entwicklung eines Geschäftsmodells beteiligt sind und nicht unbedingt am gleichen Platz sitzen. Und in vielen Fällen ist eben genau das der Wunsch – dass jeder mit einer Innovation für das Geschäftsmodell aktiv daran mitarbeiten kann. Diese Forderung ist eine Begleiterscheinung mit der immer weiter voranschreitenden digitalen Transformation in den Unternehmen dieser Welt. Im Bezug auf Business Model Canvas äußert sich die Digitalisierung in sogenannten Digital Labs.

Digital Labs sind reale oder virtuelle Räume, in denen innovative Ideen entwickelt und experimentell erprobt werden. So gesehen sind sie eine Brutstätte für Innovation, in denen schnell verschiedenste Konstruktionen an Ideen wachsen. Erfolge werden weiterverfolgt, Misserfolge nicht verurteilt, sondern als Erfahrung gewertet. Diese Digital Labs sind perfekt geeignet für die Zusammenarbeit zwischen den schon oben genannten Acceleratoren, Inkubatoren und Startups. Und in jedes Digital Lab gehört ein Business Model Canvas Board, denn dieses bedient genau die Anforderungen, die es im Digital Lab zu bedienen gilt. Und das in einem Prozess – mit einem Whiteboard ebenso schwierig zu organisieren, denn dieses ist irgendwann einmal voll und hinterlässt irgendwann einmal einen riesigen Berg an vollen Whiteboards oder den Pin’s welche auf das Canvas Board geklebt worden sind.

Eine digitale Lösung bietet da weitaus effizientere Möglichkeiten.

Die Vorteile des digitalen Canvas Boards

Wie aus dem vorherigen Abschnitt schon halb hervorgeht: Egal wo sich die beteiligten Teams befinden, jeder kann in Form des Digital Labs an dem Canvas Board standortunabhängig mitarbeiten.

Das Canvas Board ist, wie erwähnt, ein lebendes Dokument. In Echtzeit werden Mitarbeiter über den aktuellen Stand informiert ohne alte Stände zu verlieren. Denn diese können ganz einfach gespeichert und archiviert werden. Aktive Veränderung, ohne den gesamten Prozess aus den Augen zu verlieren. Durch Kommentare können Teammitglieder auf mögliche Schwachstellen hingewiesen werden oder Ergänzungen und Verbesserungen können zu einer Idee hinzugefügt werden. Es entsteht eine ganzheitliche Kollaboration, die das gesamte Team einer Lösung zusammenarbeiten lässt. Mit einem passenden Tool können bestimmte Schlüsselfaktoren priorisiert werden und aus den Informationen des BMC Maßnahmen abgeleitet werden. Dadurch entsteht eine klare Zuordnung von Aufgaben und eine strukturierte Vorgehensweise, wenn das Geschäftsmodell weiter verfolgt werden soll.

 

Google Design Sprint – der Unternehmenssprint von Morgen

 

Mit dem Lean Canvas Model und dem Lean StartUp haben wir bereits zwei interessante Methoden kennengelernt. Dennoch gibt es noch eine weitere Methode, welche sich zum Ziel gesetzt hat eine vorhandene Idee in nur 5 Tagen umzusetzen. Die im Silicon Valley entstandene Idee hört auf den Namen Google Design Sprint, welcher von Google Ventures entwickelt wurde. Ihr formeller Ursprung liegt im Design Thinking, einer weiteren Methode, die zum Ansatz und Lösen von neuen Ideen führt. Das Ziel beim Design Sprint ist es hier ein imaginäres Produkt zu erstellen,  welches Kunden davon bereits zu überzeugt, ohne dass es auch nur im Ansatz fertig ist oder viel Geld kostet.

Schauen wir uns nun den 5-tages Prozess etwas genauer an, sehen wir nur eins und zwar das Wort Sprint. Die sogenannte Sprint Woche, welche auch ausführlich in dem berühmten Buch von Jake Knapp, Sprint – How to Solve Big Problems and test new ideas in just five days, erklärt wird startet am Montag und endet am Freitag. Jedem Tag wird ein Motto, oder auch Ziel zugeteilt. Dieses setzen sich wie folgt zusammen:

Montag – Map („Verstehen“);

Dienstag – Sketch („Ideen sammeln“);

Mittwoch – Decide („Entscheidung treffen“);

Donnerstag – Prototype (Prototype bauen);

Freitag – Test („Testen mit Feedback von Kunden“)

Quelle: http://www.digital-hills.de/

 

Montag – Map

Am Montag wird im Rahmen des Teams die Zielsetzung erarbeitet. Hierbei ist es wichtig, dass alle Mitarbeiter die Unternehmensphilosophie verstehen, damit alle optimal für das Projekt gerüstet sind. Oftmals werden bei dieser Phase andere Unternehmen als Beispiel herangezogen um einen Vergleich bzw. einen Ausblick auf das mögliche Ziel zu geben. Hierbei wird auch analysiert, was das Beispiel Unternehmen gut bzw. schlechtgemacht hat.

Dienstag – Sketch

Der Dienstag wird durch „Lightening Demo“s eingeleitet, welche den Teammitgliedern Denkanstöße verpassen sollen um nachher selber individuelle, kreative Ideen zu entwickeln. Hier wird speziell individuelles „Sketching“ über das Gruppen Brainstorming gestellt, da hier jedes Teammitglied ungestört seine Ideen einbringen kann. Alle Teammitglieder, vom Praktikanten bishin zum CEO, haben die Möglichkeit ihre Idee ins Spiel zu bringen.

Mittwoch – Decide

Mittwoch ist Entscheidungstag, bedeutet, welches Teammitglied hat den besten und am realistischsten Sketching Vorschlag entwickelt. In der Regel werden hier zwei bis drei Vorschläge konkretisiert und weiterverfolgt. Mithilfe von Stickern bewertet jeder Mitarbeiter die einzelnen Ideen der anderen Mitarbeiter. Je mehr Sticker eine Idee erhält, desto eher wird diese schlussendlich auch realisiert.

 

Quelle: https://medium.com/google-developer-experts/

Donnerstag – Prototype´

Donnerstag ist Entwicklungstag. Nach dem die Entscheidung am Vortag gefallen ist, wird heute ein Protoytyp gebaut/ entwickelt. Durch klare Aufgabenverteilung wird dieser bis zum späten Nachmittag gebaut. Die Schwierigkeit liegt hier mit möglichstem wenig Aufwand ein plausibles, aber sich irgendwo auch echt anfühlendes Produkt, zu erstellen. Jake Knapp empfiehlt in seinem Buch die „Keynote“ als wichtigstes Tool für diese Aufgabe.

 

Freitag – Test

Freitag ist der entscheidendste Tag der Sprint-Woche. In der Regel mit großer Aufregung verbunden werden an diesem Tage, die ein, zwei auserwählten Prototypen zusammen mit der Zielgruppe getestet und Ihnen präsentiert. Was war gut, was war schlecht? User-Feedback ist hier der wichtigste Punkt, denn nur durch effizientes Feedback im Rahmen von Verbesserungsvorschlägen ist es möglich das Produkt zu optimieren.

Warum Google Design Sprint?

Was lernen wir nun aus dem Prozess. Wenn der Google Design Sprint Prozess mit einem grünen Licht endet, dann bedeutet dies, der Auftrag zur Umsetzung des Prototyps. Im anderen Fall kann es hier aber auch zum Verwerfen der Idee kommen.

Quelle: http://www.gv.com/sprint/

 

Egal zu welcher Entscheidung es kommt –  man hat in 5 Tagen eine Idee entwickelt und sie zeitgleich umgesetzt. Durch die extrem positiven Feedbacks der Firmen, welche hiermit einen Erfolg verzeichnen konnten, waren stets begeistert. Bekannte Firmen, wie Slack, Airbnb oder auch BlueBottleCoffee, profitierten von der Methode. Google Glasses hat z.B. binnen zwei Stunden den ersten Prototypen für ihre Brillen entwickelt. Eine Leistung, die ohne ein klares Ziel, nicht im Ansatzweise möglich ist. Hier erkennt man, dass es tatsächlich funktionieren kann, mit einem geeigneten Sprint ein neues Produkt zu entwickeln. Eine ebenfalls wichtige Methode für den Design Sprint ist das Design Thinking.

 

 

Vom Design Sprint zum Agile Leadership?

Alle diese Methoden von Lean Startup über Google Sprint bis hin zum Design Sprint sind prinzipiell alles Untermethoden des Agilen Leaderships. Immer mehr (Mittelständische- und Industrie-) Unternehmen adaptieren diese Methoden, welche ihren Ursprung im agilen Start-Up Umfeld haben und feiern damit, wie bereits betont, große Erfolge. Traditionelle Unternehmens- und Mitarbeiterführung stößt jedoch mit diesen agilen Methoden an ihre Grenzen. Es wird Zeit diese zu überdenken! Welche Methoden gibt es eigentlich noch?

Was ist Agile Leadership?

Agiles Leadership, zu Deutsch „agile Führung“, beschäftigt sich mit der Veränderung des Führungsverhaltens und des Führungsverständnisses einzelner Mitglieder innerhalb der Organisation. Das Ganze basiert auf dem Motto: Führung durch Vorbild. Durch eine klare hierarchische Stufe ergeben sich klare Ziele und Vorgaben sowie auch Motivationsanreize für Mitarbeiter immer bestes zu leisten.

Was muss ein guter „Leader“ also mitbringen? Ein guter Leader sorgt für eine angenehme Atmosphäre, er schafft ein Umfeld indem seine Mitarbeiter sich gerne aufhalten und wieder zurückkehren. Ein klares Ziel vor Augen hilft bei einer dynamischen Veränderung am Markt auf Kurs zu bleiben. Alles diese Gründe umfassen also die „neuen“ Führungsprinzipien des Agile Leaderships.

Wie relevant ist das Agile Leadership für Unternehmen?

Das Prinzip beruht auf Zusammenhalt, Organisation und Struktur. Nur wer eine Organisation zusammenhalten kann, kann mit Ihnen Erfolg haben. Nach dem Motto: „Alle ziehen am selben Strang“. Insgesamt haben sich über die Zeit acht Prinzipien etabliert.

Veränderung

Angefangen mit dem ersten Prinzip liegt hier der Fokus auf Veränderung. Man will etwas verändern, aber man muss aufpassen wie, wann in welche Form dieses geschehen soll. Wie Ghandi damals sagte: „Taten sind besser als Worte“. Das ist eine umschriebene Regel, welcher jeder Leader verinnerlicht haben muss. Erinnern Sie sich, Sie sind die Führungsposition. Sie machen es vor und zeigen wie es geht.

Denkweise

Das zweite Prinzip handelt von der Denkweise des Leaders. Demnach sind die Ergebnisse umso besser, je kreativer und qualitativer die Ideen sind. Hochqualifizierte haben einen breiteren Blickhorizont und treffen Entscheidungen aus mehreren Perspektiven kommend. Dabei spielt eine gute Priorisierung von Ideen eine umso wichtigere Rolle.

Feedback

Das dritte Prinzip: Feedback, Feedback, Feedback: Nachdem die hochwertigen Ideen umgesetzt worden sind, muss der Kunde dem Leader seine Meinung über das Produkt im Rahmen eines kritischen Feedbacks geben. Nur durch das Feedback erkennt der Leader die Präferenzen des Kunden, die dann wiederum großen Einfluss auf zukünftige Entscheidungen des Leaders hat. Man muss sich diesen Prozess in einem Loop vorstellen, welcher sich immer und immer wiederholt.

Einstellung

Im Rahmen des vierten Prinzips versucht der Leader die Einstellung seiner Mitarbeiter zu analysieren und zu bewerten. Sein Ziel sollte es sein, alle Mitarbeiter soweit zu kennen, dass er über genug Autorität besitzt um respektiert zu werden.  Der Vorteil liegt daran, dass durch das Wissen der Leader bestimmte Probleme bewusst verhindern kann, wenn er die Präferenzen seiner Mitarbeiter kennt. Es hilft ihm also wieder in seinem ganzheitlichen Entscheidungsprozess nachhaltig Entscheidungen zu fällen.

Ehrlichkeit

Ehrlichkeit untermauert das fünfte Prinzip. Ein Leader sollte besonders starke Beziehungen zu seinen Mitarbeitern pflegen und sich gegenüber Ihnen öffnen. Nur so wird ein angenehmes Verhältnis etabliert, was die Mitarbeiter dazu veranlasst Vertrauen zu Ihrem Vorgesetzen aufzubauen.

Führung

Das sechste Prinzip stellt fest, dass Führung auf allen Ebenen innerhalb eines Unternehmens stattfinden muss. Es bringt hier nichts, nur an der Top Ebene Restrukturierungen vorzunehmen, sondern eben auch an der unteren Ebene. Nur wenn das Gesamtkonstrukt dasselbe Ziel verfolgt können Erfolge generiert werden.

Zusammenarbeit

Das letzte und siebte Prinzip konzentriert sich auf die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern. Bereits früh in der Schule bekommt man dieses zu spüren. Wer im Team Zusammenarbeit wird eher Erfolg haben als individuell handelnde Personen. Durch die Brainstorming Methode werden viele verschiedene Gedanken schnell miteinander verknüpft. Ebenfalls auch beim Google Design Sprint, wo in 5 Tagen ein Prototyp entwickelt werden soll, löste das Problem einer ineffizienten Zusammenarbeit. Hier liegt das Ziel auf einer effizienten & zunächst selbstständigen Ideenphase, welche dann später vor der Gruppe präsentiert werden. Man gibt jedem Mitarbeiter die Möglichkeit seine Ideen einzubringen. Eine faire und bereits sehr erfolgreich, angewandte Methode.

Wenn man also diese sieben Prinzipien verfolgt erhält man eine gute Übersicht zum Thema Agile Leadership und wie man damit umgehen sollte. Agile Leader werden im Rahmen dieser Prinzipien eine Reihe von Skills abgefragt. Oftmals ist es ein „Learning – by – doing“, vielmehr aber auch eine Erfahrungssache. Nur wer viel in der Welt verschiedene Menschen aus verschiedenen Kulturen und Branchen geleitet hat, kann sich diese Eigenschaften aneignen. Wie Colin Price in seinem Buch „Accelerating Performance“, welches über das Implementieren von Management Praktiken handelt, erzählt, sind Management Praktiken auch nur gut, wenn sie von den richtigen Personen implementiert werden. Vielmehr ist es wichtig, diese Praktiken durch gezielte Agile Führung dem Kunden zu präsentieren. Hierfür würde sich der Google Design Sprint mal wieder sehr empfehlen. Gezieltes Vorgehen um den Kunden maximal vom Produkt überzeugen zu können, erfordert höchste Vorsicht als auch Professionalität – ein weiterer Punkt des Agile Leaderships. Viele weitere Methoden sind mittlerweile heute dem Agile Leadership zugeordnet. Man kann sie auch einfache Unter- bzw. Teilprozesse nennen, da sie aus mehreren Perspektiven dem Agile Leadership helfen zu überleben.

Drei davon sind die Management 3.0, Lean Management & das OKR.

 

Management 3.0

 

Das Management 3.0, entwickelt von Jurgen Appelo, sucht nach einem geeigneten Konzept für Führungsmethoden im Management. Mithilfe seines Buches, How to Change the World: Change Management 3.0 an dem er knapp 10 Jahre arbeitete, entwickelte ein offenes Konzept mit psychologischen Hintergedanken.

In seinem Buch stellt er nicht nur 3.0 vor, sondern auch 1.0 und 2.0 sowie ihre Unterschiede. Das Management 1.0 beschäftigt sich mit der klassischen Managementmethode, welche von Frederick W. Taylor ins Leben gerufen wurde. Dieses Modell zielte auf feste Hierarchien, in dem intelligente, gutausgebildete Führungskräfte die weniger Kompetenten ausbildeten und sie bei ihrer Arbeit beobachten.

Management 2.0 hingegen sollte der Durchbruch werden, in dem die Fehler von 1.0 beseitigt wurden. Was ist passiert? Richtig, genau das Gegenteil, in dem neue Problemlösungsideen wie Balance Scorecard oder Six Sigma nicht anspringen und es somit keine Erfolge gab. Ein Hauptgrund für den Misserfolg war die immer noch alte, hierarchische Struktur aus 1.0.

Nun Management 3.0 sollte den Durchbruch bringen. Den Durchbruch für komplexe Organisationen mit Ausblick auf Veränderung in der Zukunft. Das Ziel ist es, die Entscheidungsposition zu dezentralisieren und Strukturen zu schaffen, die auf dem Bottom-Up Ansatz beruhen. Damit Führungskräfte eine Firma nach dem Management 3.0 Prinzip führen können, brauchen sie bestimmte Fähigkeiten. Die Führungsposition muss also in der Lage sein, komplexe Systeme und Strukturen zu verstehen, weiter aber auch wichtige Menschenkenntnisse sprich Soziale Kompetenz mitbringen.

 

Management 3.0: Zukunftsmodell und Perspektive für Führungskräfte in modernen und agilen Organisationen?

 

Was also ist es, was Agile Führung so besonders macht? Zunächst schwappt das Ganze von der Wirtschaft auch auf andere Bereiche. Egal wo man komplexe Systemstrukturen findet, findet man Agile. Die Anregungen von Jurgen Appelo sind Ansätze wie es funktionieren könnte. Es ist nicht leicht und das sagt auch er, aber an einem Versuch es einmal umzusetzen bei unserer digitalen Transformation führt kein Weg dran vorbei.

Quelle: https://www.humansmatter.org/

Oftmals redet von einem Dilemma – einem Dilemma das mit Veränderung von Strukturen entsteht.  Zunächst kritisiert er die neue Perspektive & die neue Einstellung zum Management im Vergleich zu dem traditionellen Ansatz eher als radikal. Die Veränderung ist zu heftig für die Digitalisierung. Insbesondere das mittlere Management, das Herz der Firma, durchläuft harte Veränderungen, was nicht immer zum Wohle der Firma verläuft. Viele Mitarbeiter fühlen sich überrumpelt, verlieren Kontrolle, Einfluss und Rückendeckung von eigenen Mitarbeitern. Man könnte vielleicht von einer Teufelsspirale sprechen. Diese Folgen entstehen laut Appelo vor allem dann, wenn es an kompetenter Führungskraft fehlt. Einem Phänomen, dem wir schon mal begegnet sind. Ohne gute Führungskräfte gibt es keinen Fortschritt, sondern eher Stillstand oder Rückgang.

Was ist also das Problem?

 

Die Führungskräfte müssen sich vor allen anderen Mitarbeitern verändern bevor es diese zuerst tun. Der Autoritätsprozess darf sich daher bei internen Veränderungen auf keinen Fall verändern. Es gilt wieder: Führung durch Vorbild. „Die dort oben machen es vor und erklären es denen da unten“.

Ziel sind persönliche Perspektiven kombiniert mit Kompetenz. Ohne diese zwei Eigenschaften wird es niemals funktionieren. Diese zwei Eigenschaften werden in dem nächsten Ansatz, dem Lean Management deutlich. Ein Ansatz, der die Strukturen entzerren soll und dem Unternehmen neuen Sauerstoff verleitet.

 

Lean Management

 

Quelle: http://www.tcw.de/

 

Das Lean Management beschäftigt sich mit dem Managementansatz einer Dezentralisierung als auch einer Simultanisierung. Hier wird eine große Überschneidung zum Management 3.0 gezeigt, da auch dort die Entscheidungsfaktoren bzw. das Entscheidungsverhalten dezentralisiert, sprich auf mehrere Führungsebenen umgelegt wird. Es wird also darauf abgezielt eine prozessorientierte Unternehmensführung zu gestalten mit dem Ziel höchstmöglich effizient, kundenorientiert und kostensparend zu agieren. All diese Prozesse können unternehmensintern oder unternehmensextern stattfinden.

Kundenorientierung

Der Lean Management Prozess folgt 5 Prinzipien. Zunächst das erste und eigentlich auch wichtigste Prinzip umfasst die exakte Kundenorientierung. Hierbei ist es Wichtigkeit drauf zu achten, dass die Wünsche und Interessen des Kunden vollständig abgedeckt werden. Zweifelt der Kunde an einer Stelle könnte das den Absprung zur Konkurrenz bedeuten.

Identifikation

Das zweite Prinzip kümmert sich um Identifikation des Wertestroms. Hierbei werden die Prozesse in Teilprozesse zerlegt, um die Effizienz zu erhöhen.

Fluss-Prinzip

Das dritte Prinzip nennt sich das Fluss-Prinzip, bedeutet, dass alle Prozesse am Ende so auszulegen sind, dass diese zu einem gesamtfunktionierenden Prozess, also ohne Unterbrechungen und Verzögerungen, ineinander führen.

Pull-Prinzip

Das vierte Prinzip, das sogenannte Pull-Prinzip, läuft genau anderes herum. Ausgehend vom Kunden, wenn dieser eine Bestellung aufgibt, läuft der Prozess rückwärts zum produzierenden Unternehmen. Hier fällt auch oft der Begriff Just-in-time, welcher die punktgenaue Produktion von Produkten widerspiegelt.

Verbesserung

Das letzte Prinzip des Lean Management Prozesses sehnt sich nach kontinuierlicher Verbesserung, eben dem Prozess der aufgrund von Kundenfeedback immer weiter vorangetrieben wird. Es zeigt also hier eine weitere Methode, wie man das Management verändern kann. Die Ähnlichkeit zwischen diesen beiden Methoden liegt sehr nahe, aber dennoch unterscheiden sie sich in wichtigen Eigenschaften.

OKR – Objectives and Key Results

Die wohl berühmteste Methode ist die von Intel-Mitgründer Andy Grove erfundene Objective and Key Results (OKR) Methode. Durch schnelles Wachstum geraten oft wichtige Themenfelder in Vergessenheit, so dass der Entwicklungsprozess einer wachsenden Firma schnell unübersichtlich werden kann. Im Jahre 1999 wurde sie erstmal bekannt, als Investor John Doerr diese bei Google einsetzte. Wie der Name schon sagt sollen bei dieser Managementmethode „Objectives“ (Ziele) mit „Key Results“ (Meilensteinen) verknüpft werden. Das Ziel der Methode hilft Unternehmen in einem Rahmen von drei Monaten klar, differenzierte Ziele auf Unternehmens- als auch Mitarbeiterebene zu etablieren.

Was macht OKR?

  • OKR ist simpel, transparent und unglaublich dynamisch
  • Versichert den richtigen Fokus in den nächsten drei Monate
  • Stärkung der Kommunikation unter Mitarbeitern
  • Vision, Mission und Strategie kurzfristig an das operative anzuschließen

Das interessante hierbei ist, dass die Ziele zwar motivierend wirken aber eigentlich jedoch nicht erreichbar sind. Es handelt sich also um ein Ziel, welches eventuell in der langen Frist erreicht werden könnte. Die Meilensteine hingegen sind messbare Ergebnisse wie z.B. im Jahre 2020 Umsatz von 500 Mio €. Mit dem Vorteil ein festes Ereignis zu haben, lässt sich später die Zielerreichung besser analysieren und bewerten. Bei einem Ziel („Objective“) ist die Messung dahingegen schwierig.

Diese Methode gibt Mitarbeiter die Hilfe sich in drei Monaten mit einem Ziel zu identifizieren und für dieses ihre optimale Exzellenz unter Beweis zu stellen. Nicht nur das ist auch ein Grund warum große Firmen wie Google, LinkedIn, Twitter und viele weitere diese Methode für Ihr Unternehmen nutzen.

Agile Leadership, Lean Management, Management 3.0, OKR, Google Sprint, Design Thinking oder Customer Development: Welche ist nun die beste?

 

Alle diese Managementmethoden haben sich bereits etabliert, viele Firmen sind mit Ihnen groß geworden, dennoch bleibt die Frage: Warum gibt es so viele? Schafft es keiner, alle diese genannten und noch weitere so zu bündeln und sie zu einer optimalen, sagen wir, perfekten Methode zusammenzuschließen?

Das Agile Leadership fokussiert sich auf Führungsprinzipien, das Management 3.0 verdeutlicht die neuen, digitalisierten Methoden von morgen, das Lean Management verändert die Unternehmensstruktur von Zentralisierung zu Dezentralisierung und entzerrt somit die Entscheidungsgewalt einzelner Führungspositionen und das OKR liefert eine Methode das Erreichen von Unternehmens- und Mitarbeiterzielen einfacher und realistischer zu gestalten.

Der Google Sprint hilft einem dabei, eine Geschäftsidee in kürzester Zeit zu entwickeln und Google Sprint ist eine Fortführung davon, in dem die Entwicklung auf 5 Tage komprimiert wurde. Im Rahmen dieser beiden Methoden wurde aus einem Unteraspekt das Customer Development weiterentwickelt, welches dem Unternehmen dabei hilft den Kanal zum Kunden besser aufzubauen und das Produkt an Ihn zu liefern.

Wie man sieht, irgendwie macht es alles Sinn. Alle Methoden helfen den Unternehmen auf ihre eigene Art & Weise aber es wird nie eine Einzige geben, die alle Varianten abdeckt. Viele werden sagen, es hat sich doch eigentlich in den Methoden kaum etwas verändert. Svenja Hofert hat dies sehr gut da gelegt, in dem sie den Kern der Agilität untersucht hat.

Agilität im Kern bedeutet eben sich generell auf alle Arten von Veränderungen über die Zeit einzustellen und auf diese so schnell wie möglich reagieren zu können. Auch sie fand heraus, dass dafür eine perfekte Organisationstruktur notwendig ist.

In der Zukunft werden weitere Methoden entwickelt werden, die die von heute in ihrer Exzellenz überholt werden, aber eines ist klar, es wird und es muss immer neue Agile Methoden geben, welche den aktuellen Geschehnissen am Markt folgen werden. Dieser ultimative Agile Guide gibt eine optimale Auflistung und Erklärung aller bestehenden und wichtigen Methoden, die für Unternehmen sehr wichtig sein werden. In 50 Jahren reden wir also nicht mehr über den Wandel der Agilen Methoden oder über die Digitalisierung, sondern über etwas Neues, wovon alle jetzt nur träumen können.


 

Vertiefende Artikel zu Agilen Methoden:

Wie führe ich Objectives & Key Results (OKR) ein?

Sie wollen in Ihrem Unternehmen mit Objectives & Key Results Ihre Ziele erreichen? Doch wie fängt man am besten damit an? Wie schafft man es, dieses Konzept erfolgreich in seinem Unternehmen oder Team einzuführen, ohne dass eine solche Initiative zum Rohrkrepierer wird? 

 

1. Verstehen Sie OKR

Um OKR zu realisieren und um von den Vorteilen dieser Methode zu profitieren, muss Sie die Begeisterung von jedem Mitarbeiter wecken. Erklären Sie Ihren Kollegen das Konzept hinter OKR. Um auf dies Art die Unternehmensziele zu erreichen, müssen Sie jeden Mitarbeiter davon überzeugt haben. Zweifel könnten in der Transparenz oder Messbarkeit liegen. Der größte Unterschied liegt jedoch darin, dass es sich zwar um Kennzahlen handelt, mit welchen das Unternehmen seinen Erfolg greifbar machen kann, es sich jedoch zur Abwechslung nicht um eine Mitarbeiterbewertung und Leistungserhebung dreht. Die Mitarbeiter werden direkt an den Erfolg des Unternehmens gekoppelt und erfahren dadurch eine hohe Motivation.

 

2. Definieren Sie ihr Leitbild

Was wollen Sie mit Ihrem Unternehmen erreichen? Wo wollen Sie hin?
Nur wer das weiß, weiß wo seine Ziele liegen. Ein gute Möglichkeit bietet der Mission-Model-Canvas, basierend auf dem Business-Model-Canvas von Alexander Osterwalder.

 

3. Formulieren Sie Ihre Ziele für dieses Geschäftsjahr

Sammeln Sie alle Ziele, welche Sie gerne in diesem Geschäftsjahr erreichen würden und schreiben Sie diese nieder. Diese Ziele dienen Ihnen als Backlog, einem Art Ideen-/ Themenspeicher, auf den Sie immer wieder zurückgreifen können, um neue OKR‘s zu formulieren.

Gehen wir beispielsweise davon aus, dass wir bis Ende des Jahres ein neues Produkt einführen möchten, mit welchem Sie vor allem jüngere Kunden ansprechen wollen.

 

4. Nun erstellen Sie ihr erstes Objective

Betrachten Sie Ihre Jahresziele und überlegen Sie sich, wie sie diese erreichen könnten. Formulieren Sie Ihre ersten Objectives und lassen Sie bei der Wahl Ihrer O’s das Tagesgeschäft nicht außer Acht. Denken Sie daran diese sollen qualitativ und ambitioniert sein.

Sie können bei der Einführung dieser Methode zwischen zwei Methoden wählen:

* Unternehmensweite Einführung: Sie können versuchen möglichst viele Personen/Abteilungen einzubinden, indem Sie sehr umfangreiche und großzügig formulierte Objectives erstellen. Damit könnten Sie von Beginn an versuchen, alle Mitarbeiter einzubinden und von OKR zu überzeugen, gehen dabei allerdings auch das Risiko ein, dass der Versuch nach hinten losgehen wird, wenn Sie nicht die benötigten Ressourcen für das Change-Management zur Verfügung zu stellen.

* Schrittweise Einführung: Oder Sie beginnen mit wenigen Abteilungen und lernen aus der Einführung so viel möglich, ehe Sie es unternehmensweit einsetzen. Erfahrungsgemäß bietet sich dafür Marketing und Sales hervorragend an. Wenn die Einführung in diesen Abteilungen erfolgreich war und die Mitarbeiter von dieser Methode begeistert sind, können Sie OKR auf weitere Abteilungen ausweiten.

Weniger ist am Anfang mehr, beginnen Sie nicht gleich mit fünf Objektives, nehmen Sie sich am Anfang erst einmal weniger vor, es besteht im nächsten Quartal immer noch die Möglichkeit zur Steigerung. Zudem lernen Sie bei jedem Quartaldurchlauf dazu.

Ihr erstes Objective könnten sein: „Instagram als Marketing-Kanal erschließen“

 

5. Formulieren Sie die Key-Results (KR) zu Ihrem Objective

Was sind Ihre Schlüsselereignisse für dieses Objective. Machen Sie es messbar und bleiben Sie ambitioniert. Natürlich sollte alles im Rahmen des Realistischen bleiben, es bringt auch nichts überambitioniert zu agieren und damit Demotivation zu verbreiten.

Die möglichen Key Results (KR) wären:

Instagram als Marketinganal erschließen

  • einen Instagram Account eröffnen und 3 – 5 Bilder pro Woche posten, welche dem gesamten Profil ein Branding geben
  • einen eigenständigen, kurzen und einprägsamen Kampagnenhashtag entwickeln
  • 50 Instagram Influencer für die Marketingkampagne gewinnen, welche perfekt zum Produkt passen
  • 10.000 Follower gewinnen

 

6. Präsentieren Sie Ihre OKRs

Ihre Mitarbeiter sind bestimmt gespannt auf die ersten OKRs. Präsentieren Sie Ihnen diese und nehmen Sie das Thema bzw. die Einführung in die Hand. Am Anfang werden sich Ihren Mitarbeitern viele Fragen stellen, welche es zu klären gilt. Wer könnte was übernehmen? Wer kann welche OKR bilden? Bietet es sich an, ein KR als Inspiration für ein eigenes Objective zu nehmen oder genügt es direkt an dem KR zu arbeiten? Sobald OKR von jedem Mitarbeiter gelebt wird, werden Sie schnell die Eigendynamik und Motivation spüren. In kleineren Unternehmen können Sie die Mitarbeiter direkt in die OKR-Findung mit einbinden.

 

7. Fortschritt der Key Results messbar machen

Key Results können numerisch sein, dann ist es relativ leicht, den Fortschritt zu messen. Wenn es das Ziel ist 10.000 Follower zu gewinnen, kann man den Erfolg direkt ableiten und bewerten.

Bei Key Results dessen Erfolge nicht direkt ersichtlich sind – einen eigenständigen, kurzen und einprägsamen Kampagnenhashtag entwickeln – bietet es sich an, das Team die Einschätzung in Prozent selbst vornehmen zu lassen. Das Team kann in der Regel am besten beurteilen, ob und wie viel sie erreicht haben.

Bei anderen Key Results bietet sich eine Checkliste/Kanban-Board zur Bearbeitung an – Einen Instagram Account eröffnen und 3 – 5 Bilder pro Woche posten – hier sieht das Team jederzeit was zu tun ist und wie viele Aufgaben sie schon erledigt haben und so dem Endziel näher gekommen sind. Die Bewertung ergibt sich durch die Verrechnung der gesamten Tasks und den abgeschlossenen Tasks.

 

8. Verwaltung der OKRs

Am einfachsten lassen sich OKRs mit Hilfe von Excel Tabellen und ToDo-Listen verwalten. Die Objektives dienen als Titel und die Key Results als Tasks. Jedoch bieten sich hierfür auch Tools an, die sie nach der ersten oder zweiten OKR-Iteration unbedingt in Betracht ziehen sollten. Diese bieten vielfältige Möglichkeiten der Visualisierung und Strukturierung an.

Wenn Sie bereits in Ihrem Unternehmen agile Methoden wie z.B. Scrum eingeführt haben, empfiehlt es sich OKR nach Scrum zu organisieren. ORK und Scrum sind artverwandt und bieten im Zusammenspiel erhebliche Vorteile. Wenn Key Results direkt als Aufgabe ihren Weg in den nächsten Entwicklungs-Sprint finden, spielen Sie in der agilen Königsklasse.

Sie haben Interesse OKR in ihrem Unternehmen einzuführen und suchen ein entsprechendes Tool um ihre Objectives & Key Results managen zu können?  

 

Objectives and Key Results (OKR) – alles was Sie dazu wissen müssen!

Objectives and Key Results  

OKR ist eine Führungsmethode die in jedem Unternehmen Anwendung finden kann.
Sie hilft Ihnen Ihre Ziele zu formulieren und diese erfolgreich umzusetzen.

Firmen wie Google, LinkedIn, Intel arbeiten mit OKR. Aber auch kleinere und jüngere Unternehmen wie Westwing oder MyMüsli haben sich die Managementmethode der großen Visionäre zu eigen gemacht und begonnen, die Vorteile der OKR für sich zu nutzen.

Mit Hilfe von Objectives and Key Results können Sie, durch formulierte Quartalsziele und messbare Schlüsselergebnisse, Ihre Unternehmensziele konsequent verfolgen, agil agieren und Ihre Mitarbeiter motivieren!

 

Deshalb sollte Sie OKR in Ihrer Firma etablieren: 

  • OKR hilft, Ihre Unternehmensziele zu konkretisieren und diese mit der Arbeit ihrer Mitarbeiter zu verbinden
  • OKR kann ein Wir-Gefühl schaffen und durch Transparenz und Kommunikation ihre Mitarbeiter motivieren
  • OKR bieten einen Rahmen für selbständiges Arbeiten und eigene Vorgehensweisen
  • Dadurch, dass OKR die Unternehmensziele direkt an die Arbeit der Mitarbeiter koppelt, verleihen sie der Arbeit Sinn Die Methode ist leicht zu verstehen und lässt sich somit schnell implementieren
  • OKR hilft bei der Priorisierung von Aufgaben
  • Mit OKR finden Sie den richtigen Fokus für das nächste Quartal
  • Mit OKR können Sie den Erfolg  messbar machen, ohne dabei Leistungsdruck durch Performancebewertung auf die Mitarbeiter auszuüben
  • OKR verbindet die langfristige Visionen, Missionen, Werte und Strategien mit der kurzfristigen operativen Planung
  • OKR kann durch die Koppelung mit SCRUM Meetings und Abstimmungen beschleunigen
  • OKR erleichtert die richtige Verwendung knapper Ressourcen 

 

OKR ist … 

  • agil
    In einem Rhythmus von 3 Montan werden Ziele gesetzt, realisiert und wieder hinterfragt. So kann sich Ihr Unternehmen den Marktveränderungen schnell anpassen.
  • simpel 
    Das Konzept ist einfach aber effektiv.
  • kontinuierlich
    Jedes Quartal werden neue Ziele gesteckt und innerhalb der 3 Monate erreicht.
  • dynamisch  
    Im Unternehmen wird mit OKR abteilungsübergreifend zusammen gearbeitet.
  • transparent 
    Jeder Mitarbeiter kennt die Unternehmensziele und weiß wo es hin gehen soll.
  • motivierend 
    Die Mitarbeiter arbeiten direkt an den Unternehmenszielen mit und wissen genau welchen Zweck ihre Arbeit erfüllt.
  • ambitioniert  
    OKR’s werden ambitioniert formuliert, um sich keine Grenzen nach oben zu setzen.

 

OKR ist kein … 

  • Mitarbeiterbewertungssystem  
    Nicht jede Führungsmethode muss den Menschen messbar machen. Diese dient vielmehr der Mitarbeitermotivation und der Förderung der Dynamik im Unternehmen. Negative Zielerreichungen werden nicht sanktioniert, sondern zur Verbesserung zukünftiger OKRs verwendet.
  • Starrer/ Hierarchischer Prozess 
    Anfänglich folgt auch OKR dem Top-Down Ansatz, da das Unternehmen die großen OKR vorgibt. Danach erfolgt jedoch die Inspiration eher von unten nach oben, da die Mitarbeiter eigene OKR bilden um die OKR des Unternehmens zu erreichen. OKR verbindet ca. 40% der Ziele des Managements mit 60% der Ziele aus dem operativen Bereich.
  • Selbstläufer  
    OKR ist eine Arbeitsweise und –Philosophie, welche vor allen im Unternehmen verstanden und gelebt werden muss, um mit Ihr die Ziele zu erreichen. OKR muss in die DNA des Unternehmens übergehen.

 

Die Objektives  

Es werden maximal 5 Objectives pro Quartal vom Unternehmen definiert.
Diese sind qualitativ, herausfordernd, ambitioniert und knüpfen direkt an das Leitbild des Unternehmens an.

Wenn Sie sich beispielsweise das Jahresziel gesetzt haben, ein neues Produkt auf den Markt zu bringen, welches überwiegend jüngere Kunden ansprechen soll, so könnte ihr Objective lauten: „Instagramm als Marketingkanal erschließen“.
Die Objectives sind sehr ambitioniert gesteckt, das bedeutet, dass es nicht das Ziel ist, 100% der Objectives zu erreichen. Vielmehr wurde bereits ein Erfolg erzielt, wenn 60-80% erreicht wurden. Der Status des Objectives errechnet sich aus den messbaren Key Results, die Objectives alleine sind nicht messbar.  Nicht erfüllte Ziele werden nicht zwangsläufig ins folgende Quartal übertragen – wenn drei Monate erfolglos oder gar nicht an einem Ziel gearbeitet wurde, sollte besser die Relevanz des OKR hinterfragt werden.

 

Key Results  

Genauso ambitioniert (aber messbar) sind die Schlüsselereignisse welche zum Erreichen der Objectives beitragen. Zu jedem Objective werden Maximal 4 Key Results formuliert.
Gehen wir von unserem oberen Objective „Instagram als Marketingkanal erschließen “ aus, so könnte ein Key Results sein, „10.000 Follower auf Instagramm gewinnen“.
Dieses Ziel ist klar messbar. Die KR sind ambitioniert gesteckt. Auch hier ist das Ziel ebenfalls nicht bei 100% erreicht. Hier wurde ebenfalls bereits ein Erfolg erzielt, wenn 60-80% erreicht wurden.
Hierbei steht der Gedanke im Vordergrund, sich Luft nach oben zu lassen – Think Big- nicht das der Erfolg ab einem gewissen Punkt stagniert, nur da das Ziel erreicht wurde, obwohl mehr möglich gewesen wären. Warum bei 6000 Follower stoppen, wenn es auch 8000 hätten werden können.

Sollte es Probleme bei der Erfüllung der KR geben, ist das nicht auf die Leistung des Mitarbeiters zurückzuführen. Vielmehr sollte in Lernprozess beginnen. Hinterfragen Sie die Relevanz des Key Results oder ob die ambitionierten Erwartungen einfach zu hoch waren.

 

OKR im Unternehmen  

Wie oben angedeutet geschieht der erste Schritt nach dem Top-Down Ansatz. Die Unternehmensführung definiert die neuen OKRs für das Quartal. Danach erfolgt die Inspiration von unten nach oben, die Mitarbeiter überlegen sich, wie sie durch Ihre Arbeit oder die Arbeit ihrer Abteilungen zum Erreichen der Unternehmensziele beitragen können. Nachdem alle Ziele definiert wurden, wird begonnen, an den Key Results zu arbeiten um die Objectives zu realisieren.
Alle Mitarbeiter ziehen an einem Strang und arbeiten Abteilungsübergreifend zusammen.
Auf jeder Ebenen dürfen maximal fünf OKR definiert werden. Das bedeutet das sich keine Abteilung oder einzelne Person mehr als 5 OKR zuweisen sollte.

Capture

 

 

Sie haben Interesse OKR in ihrem Unternehmen einzuführen und suchen ein entsprechendes Tool um ihre Objectives & Key Results managen zu können?  

 

 

Welche Projekt Management Methoden gibt es?

Wie? Es gibt mehr als eine Projekt Management Methode? Und die meisten davon sind für mein Unternehmen besser geeignet als die klassische Methode? Weiß keiner davon oder weshalb werden weniger als 1/3 aller Projekte im festgelegten Zeit- und Kostenrahmen erfüllt?

 

Damit dein Projekt nicht auch so endet stellen wir dir in dieser Liste die 12 beliebtesten Projekt Management Methoden vor. Noch dazu, gehen sogar einen Schritt weiter und helfen dir dabei eine Methode auszusuchen die für dein Unternehmen am besten passt.

 

Die traditionellen, schrittweise ablaufenden Methoden:

1. Wasserfall/ traditionelle Methode:

Fast Facts:

  • Für Projekte mit Aufgaben die voneinander abhängig sind
  • Geeignet für kurze Projekte die reibungslos verlaufen
  • Fehleinschätzungen der Projektlänge (zu optimistisch) bei größeren Projekten

Diese Methode funktioniert wie ein Wasserfall mit mehreren Stufen. Wenn das Wasser bzw. Project die erste Stufe absolviert hat geht es weiter zur nächsten Stufe und kann nicht mehr zurückkommen. Die Aufgaben legt der Projekt Manager vor Beginn fest, plant sie bis ins Detail und absolviert sie schrittweise.

Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/26/Wasserfall_in_der_Gr uga_3.jpg

Diese Methode ist hilfreich, wenn es sich um ein kleines Projekt von kurzer Dauer handelt und die Aufgaben gut definierbar sind. Des Weiteren, wird diese Methode gerne in der Produktion verwendet, da es sich dort um sequenzielle Abläufe handelt.

Eindeutig nicht zu empfehlen ist die Wasserfall-Methode für umfangreichere Projekte in denen die Aufgaben und Reihenfolgen nicht klar definierbar sind. Projektzeitpläne und Abhängigkeiten von Aufgaben müssen konstant mitverfolgt werden um Stillstandskosten und höhere Gesamtkosten zu vermeiden.

 

2. Critical Path Methode (CPM)

Fast Facts: 

  • Für Projekte mit Aufgaben die voneinander abhängig sind
  • Geeignet für kurze Projekte die reibungslos verlaufen
  • Fehleinschätzungen der Projektlänge (zu optimistisch aber besser als Wasserfall- Methode)
  • Bestandteile des Projekts werden auf Erfüllungslänge examiniert

Die „Critical Path“ (kritische Pfad) Methode ähnelt der Wasserfall-Methode indem sie auf einen sequenziellen Ablauf der Aufgaben setzt. Im Gegensatz zur vorigen Methode werden hier die Aufgaben mit den längsten Abwicklungszeiten bestimmt und aneinander gereiht, sodass das Projekt von kurzer Dauer ist.

Diese Methode ist flexibler als die Wasserfall- Methode, da der kritische Pfad von Beginn an festgelegt wurde. Das bietet Projektmanagern mehr Freiraum in der Planung von Aufgaben die nicht Bestandteil des kritischen Pfads sind. Die Vor- und Nachteile sind weitestgehend ähnlich zu der Wasserfall- Methode. Eine der größten Problematiken, ist das auf die Ressourcenaufteilung nicht viel acht gegeben wird. Daher kann es zu Verzögerungen im kritischen Pfad kommen wenn z.B. nicht genügend Arbeitskräfte zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhanden sind.

CPM findet Anwendung in vielen Industrien (z.B. Bauindustrie, Software Development, Forschung, usw.) und wird meisten in der Verbindung mit PERT-charts benutzt. PERT steht für Program Evaluation Review Technique und wird auf Deutsch Ereignis-Knoten-Darstellung genannt. Es ist ein Graph der aufweist welche Schritte in welcher Reihenfolge absolviert werden müssen.

Quelle: http://www.acqnotes.com/acqnote/tasks/critical-path-critical-path-method

Die Pfeile stellen die Aufgabenreihenfolge dar. Dabei stehen die roten Pfeile für den kritischen Pfad.

Falls du noch weitere Informationen über diese Methode bekommen möchtest folge am besten diesem Link:

http://erfolgreich-projekte-leiten.de/kritischer-pfad/

 

3. Critical Chain Methode (CCM)

Fast Facts: 

  • Für Projekte mit Aufgaben die voneinander abhängig sind
  • Weniger Fehleinschätzungen der Projektlänge
  • Bestandteile des Projekts werden auf Erfüllungslänge examiniert
  • Ressourcen werden auch in Betracht genommen

Die Critical Chain Methode ähnelt der Critical Path Methode. Beide erkennen an, dass es kritische Aufgaben gibt die ein Projekt hinauszögern können. Daher werden diese Aufgaben in beiden Methoden zuerst bearbeitet.

Die Critical Chain Methode geht aber noch einen Schritt weiter. Sie erkennt an, dass schlechte Ressourcenallokationen ein weiterer Faktor für Verzögerungen sind. Daher weist die CCM den kritischen Aufgaben Ressourcen von Beginn an zu. Des Weiteren werden bei CCM Zeitpolster eingebaut. Dies dient dazu Raum für Fehler einzuräumen und trotzdem noch dem Zeitplan zu folgen.

Wenn du mehr zu den Unterschieden zwischen CPM und CCM herausfinden möchten, folge diesem Link:

http://www.na-businesspress.com/gershonweb.pdf

 

Agile Projekt Management Methoden:

Agiles Projektmanagement setzt auf wenige und einfache Regeln, mit denen das Projektteam selbstständig, effizient und flexibel an der erfolgreichen Fertigstellung des Projekts arbeitet.

Der Hauptunterschied zu den klassischen Methoden liegt darin, dass Agile Methoden viel flexibler mit Problemen umgehen können. Hinzu kommt das Agile Methoden durch kleine sich wiederholende Schritte ihre Kunden besser in den Prozess einbringen, welches wiederum zu höherer Kundenzufriedenheit führt. Agile Projekt Management Methoden werden heutzutage in allen Geschäftsbereichen benutzt (z.B. Marketing, Softwareentwicklung, Eventplanung).

Weitere Information zum Thema Agile können sie im Agilen Manifest nachlesen. Das Manifest besteht aus 12 Prinzipien die „Agile“ festlegen. Diese können Sie hier nachlesen:

 

4. Kanban

Fast Facts: 

  • Hohe Transparenz (Klare Übersicht der Projektstände)
  • Effizienz & Schnelligkeit (Probleme werden frühzeitig erkannt & behoben da die Aufgaben in begrenzte Arbeitsschritte aufgeteilt werden)
  • Flexibilität & Zufriedenheit

Toyota ist ein Unternehmen, welches heutzutage bekannt für seine Produktivität und Kontrolmechanismen ist. Eine dieser erfolgreichen Methoden hat das Unternehmen schon im Jahre 1947 in Japan entwickelt.

„Kanban“ bedeutet auf Deutsch Tafel und wird online oder offline genauso verwendet. Man unterteilt die Tafel in Spalten, die anzeigen in welcher Phase sich die Arbeitsschritte momentan befinden. Wird ein Schritt absolviert geht er in die nächste Phase über. Bei fehlerhaften Arbeitsschritten kann man die Aufgabe eben so leicht zurückversetzen und Verweise zu den Problemen schreiben. Die Tafel besteht aus vielen kleinen Zetteln die einfach zu verschieben sind, ebenso wie digitale Tools das ermöglichen.

Simples Kanban Board:

Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d3/Simple-kanban-board-.jpg

Online Kanban (oder 5. Scrum) Boards helfen Teams dabei sich besser zu koordinieren vor allem wenn diese nicht am gleichen Standort arbeiten. Eine klare Übersicht der Arbeitsschritte vereinfacht den Teams das Leben und fördert ihre Produktivität. Teammitglieder suchen sich bei dieser Methode ihre Aufgaben selber aus, welches wiederum Ihre Motivation fördert.

Um die Tabelle übersichtlich zu halten werden die Anzahl der maximalen Einträge pro Zeile vom Team zuvor definiert. Daher ist diese Methode vor allem für kleinere Projekte oder regelmäßig anstehende Aufgaben gut geeignet.

 

5. Scrum

Fast Facts:

  • Hohe Flexibilität (Fehler können schnell behoben werden durch sich wiederholende Arbeitsschritte)
  • Zufriedenheit (Höhere Motivation der Teammitglieder durch Selbstbestimmung der Aufgaben & der Kunden durch Inklusion in den Entwicklungsprozess)
  • Produktivität, Qualität & Transparenz (Zeitersparnisse durch einfache Projektregeln, dafür kurze tägliche Meetings)

Bei Scrum werden zu Beginn eines Projektes die Aufgaben zusammengefasst, priorisiert und in einer Liste hinterlegt, dem sogenannten Produkt Backlog. Dafür ist der Produkt Owner zuständig, der die Ziele des Projektes festlegt. Die Aufgaben werden dann in einzelne Arbeitsschritte untergliedert, worum sich der Scrum Master kümmert.

Um Projekte zu unterteilen werden sogenannte Sprints benutzt. Sprints sind genau definierte Arbeitseinheiten. Sie dauern in der Regel 2-4 Wochen. Alle Aufgaben werden hierbei im Produkt Backlog erfasst. Um eine klare Arbeitsaufteilung zu erreichen trifft sich das Team zu sogenannten „Dailies“. Ein Daily ist ein Treffen was jeden Tag für knapp 15 Minuten stattfindet. Diese kurzen Besprechungen helfen bei einem reibungsfreien Ablauf, da alle Mitarbeiter auf den neuesten Stand der Dinge gebracht werden.

Diese Methode hat einige Vorteile im Vergleich zu den klassischen Methoden. Teammitglieder suchen sich meist selber aus an welchen Aufgaben sie mitarbeiten möchten. Dadurch wird die Motivation und Zufriedenheit des Team gestärkt. Hinzu kommt auch mehr Flexibilität. Die täglichen Besprechungen erlauben dem Team ständig den Fokus zu verschieben. Das ist sehr hilfreich wenn unerwartete Probleme auftreten oder Aufgaben länger brauchen als gedacht. Dadurch wird auch eine hohe Transparenz kreiert, da Teammitglieder immer up-to-date sind.

Scrum ist perfekt geeignet für Projekte die längere Laufzeiten haben oder Kundennähe beanspruchen. Da Sprints meist nur zwei Wochen lang sind kann man ständig neue Vorschläge miteinbringen und diese schnell und effizient testen.

6. Large-scale Scrum (LeSS)

Fast Facts:

  • Dient zur Koordination von vielen Teams
  • Verringert organisatorische Komplexität
  • Unterteilt Aufgaben ähnlich wie Scrum
  • Löst organisatorische Probleme durch simple Lösungen

Large-scale Scrum (LeSS) funktioniert ähnlich wie Scrum bloß in einem größeren Maßstab.  Es dient dazu mehrere Teams zu koordinieren und den Organisationsaufwand zu verringern. Es gibt zwei Versionen von LeSS. „Basic LeSS“ wurde dafür designt um bis zu acht Teams gleichzeitig zu koordinieren. Die zweite Version „LeSS Huge“ beinhaltet noch mehr organisatorische Tools um die gleichzeitige Arbeit von Hunderten Personen zu ermöglichen. Nachdem die Aufgaben festgelegt werden können Teammitglieder sich Ihre Aufgaben aussuchen und das Projekt wird ohne großen organisatorischen Aufwand vorangetrieben.

Diese Methode hat ihre Verwendung bisher vor allem im Telekommunikations- und Finanzsektor gefunden. Die Projekte haben sich durch den großflächigen Einsatz von Produktentwicklern und Programmierern ausgezeichnet.

 

7. Extreme Programming

Fast Facts:

  • Einsatz bei der Entwicklung von Softwareprogrammen
  • Kundenanforderung zu Beginn des Projekts teils unklar
  • Hohe Kommunikation innerhalb des Teams und mit dem Kunden
  • Funktionen der Software werden konstant verbessert und integriert

Das Extreme Programming (XP) ist eine weitere Untermethode vom Agilen Projekt Management. Wie es der Name bereits verrät wird diese Methode bei der Erstellung von Softwareprogrammen eingesetzt. Diese Methode integriert den Kunden oftmals so als ob dieser Teil des Teams wäre. Der Kunde oder der Leiter des Projektes kann die Rolle des Produktbesitzers übernehmen, welcher die Verantwortung des Projektes trägt und für die Prioritätensetzung zuständig ist.

Der Produktbesitzer muss aber jedoch eine klare Übersicht von den Anforderungen und technischen Möglichkeiten besitzen.  Des Weiteren, gibt es Entwickler (meist Programmierer) und die Benutzer welche beachtet werden müssen.

Kleine, sich wiederholende Schritte definieren den Prozess des XP um die Kundenanforderung zu erfüllen. Ähnlich wie bei Scrum werden auch hier Sprints benutzt (Verweis zu Scrum Sprint). Die Aufgaben bzw. Prioritätensetzungen können sich bei XP aber schon innerhalb eines Sprints verändern. Dadurch ist es notwendig, dass die involvierten Parteien ständig miteinander in Kontakt stehen. Bei richtiger Ausführung reduziert diese Vorgehensweise die Risiken des Projektes und steigert die Zufriedenheit der Teilnehmer. Ziel ist es dabei auch ein möglichst einfaches benutzer-freundliches Interface zu kreieren.

Mehr zu Extreme Programing findest du hier:

https://blogs.itemis.com/de/scrum-kompakt-extreme-programming-xp

 

8. Adaptive Project Framework (APF)

Fast Facts:

  • Fürs Management von IT-Projekten mit unklaren Anforderungen
  • Projekt wird zu Beginn in Arbeitsschritte unterteilt
  • Arbeitsschritte sind flexibel und variabel ausgelegt
  • Enge Kundeneinbeziehung
  • Kurze Arbeitszyklen um Feedback konstant miteinzubauen

Diese Methode geht davon aus, dass die meisten IT-Projekte unklare Kundenanforderungen besitzen. Kunden haben Schwierigkeiten damit ein klaren, detaillierten Plan zu entwickeln. Daher stellt diese Methode den Kontakt zum Kunden in den Mittelpunkt.

Das Adaptive Project Framework folgt zu Beginn des Projektes einer sogenannten „Work Breakdown Structure“. Hierbei wird das Projekt in viele kleine Bausteine unterteilt. Danach wird das Projekt sofort in Angriff genommen. Es dient dazu die Anforderungen der Kunden klarer zu gestalten. Des Weiteren kann der Kunde seine Anforderungen an sich das verändernde Umfeld stetig anpassen.

Wichtig hierbei sind kurze Arbeitszyklen, welche dazu dienen das Feedback des Kunden konstant miteinzubauen. APF folgt dem Motto „Probieren geht über Studieren“. Oft entstehen schon in frühen Entwicklungsphasen die ersten Resultate. Diese werden dem Kunden dann vorgelegt um seine Meinung dazu zu hören. Dann wird das Feedback eingebaut und die weiteren Schritte werden in Arbeit genommen. Diese kurzen Zyklen wiederholen sich so oft bis das Produkt fertiggestellt ist.

Kommt euch bekannt vor? Klingt ähnlich wie Scrum? Ist es aber nur teilweise.

Beide Methoden gehören zur Agile Kategorie und sind daher flexibel und haben kurze Iterationsschritte. APF ist ein Prozess der hauptsächlich für IT-Projekte verwendet wird. Hierbei sind die erwarteten Resultate sehr unklar. Dadurch muss der Kunde konstant miteingebaut werden. Scrum hingegen ist für alle möglichen Projekte geeignet. Hierbei geht es eher darum einen flexiblen Prozess zu kreieren, welcher die Möglichkeit bietet den Kunden miteinzubauen.

 

9. PMBOK von PMI

Fast Facts:

  • Leitfaden um Projekte zu managen
  • Möglichkeit sich zum zertifizierten Projektmanager ausbilden zu lassen

Ob die Project Management Body of Knowledge (PMBOK) Methode tatsächlich eine Projekt Management Methode ist, ist diskutabel. Es handelt sich hierbei nicht um eine herkömmliche Methode, sondern um einen Leitfaden zum Projekt Management.

Das Project Management Institute (PMI) hat in den frühen 80er Jahren Workshops zum Thema Projekt Management gehalten. Anschließend haben sie sich dazu entschlossen einen Leitfaden zu erstellen der eine Sammlung von „Best Practices“ im Projekt Management beinhaltet. „Best Practices“ sind Ansammlungen von Techniken die sich bereits in der Praxis bewährt gemacht haben. Um diese auf einem aktuellen Stand zu halten sind über die Jahre mehrere Auflagen erschienen. Die aktuellste Version ist Nr. 5 und erschien 2013.

Manager oder Mitarbeiter können sich im Rahmen von PMI zum zertifizierten Projektmanager ausbilden lassen. Diese erhalten den Titel des „Project Management Professional“. Mehr Infos finden sie hierzu:

https://www.pmi.org/certifications

 

Das PMBOK unterteilt Projekte in 5 verschiedene Prozessgruppen. Je nach Prozessgruppe gibt es weitere Unterthemen die erklären wie man vorgehen sollte. Dies sind die 5 Prozessgruppen:

 

  1. Initiierung : Identifizierung der Stakeholder, Erstellung eines Projekt Charters etc.
  2. Planung : Definition des Leistungsumfangs, der Qualität und Erstellung einer Work Breakdown Structure (siehe Adaptive Project Framework)
  3. Ausführung : Beinhaltet alle Prozessschritte die notwendig sind um den Projektplan ausführen zu können
  4. Überwachung und Steuerung : Alle Prozessschritte mit denen das Projekt „gemessen“ wird, Prozesse, Leistungsumfang und Qualität wird kontrolliert und wenn notwendig angepasst
  5. Abschluss : Prozessschritte um einen formalen Abschluss des Projekts zu gewährleisten

Mehr Informationen zu diesem Thema findest du hier

10. PRINCE2

Fast Facts:

  • Prozessorientierte, organisierte & skalierbare Methode
  • Flexibler und einfach zu wiederholender Leitfaden
  • Anwendbar bei allen Projektarten
  • Verbreitetste Methode

PRINCE2 steht im englischen für Projects in controlled environments (Projekte in kontrollierten Umgebungen).  Diese Projekt Management Methode ist die weltweit verbreitetste Methode mit über 1 Millionen zertifizierten Managern. Online Kurse oder Workshops bieten Managern die Möglichkeit diese Methode zu erlernen.

Aber wobei genau hilft einem diese Methode?

PRINCE2 hilft Projektmanagern indem sie von Beginn bis Ende des Projektes festlegt was gemacht werden muss. Es stützt sich dabei auf sogenannte „Best Practices“.

„Best Practices“ sind Ansammlungen von Techniken die sich bereits in der Praxis bewährt gemacht haben. Die Praktiken werden bei dieser Methode in 3 Kategorien unterteilt, Themen, Prinzipien und Prozesse. Diese 3 Bereiche sollen das „wieso?“, „weshalb?“ und „warum?“ erklären. Die Kategorien werden wiederum in 7 Unterpunkte unterteilt. Es dient dazu Projekt Managern aus allen Bereichen ein Gerüst zu erschaffen, welches ihnen dabei helfen ihr Projekt mit Erfolg zu managen.

Noch weitere Fragen zu PRINCE2?

https://www.axelos.com/best-practice-solutions/prince2

 

Ökologische nachhaltige Methoden:

 11. PRiSM

Fast Facts:

  • Grünes Projektmanagement
  • Achtet neben Unternehmensinteressen auch auf den ökologischen Fußabdruck
  • Baut auf Corporate Social Responsability (Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung)

PRiSM steht für „Projects integrating Sustainable Methods“. Übersetzt bedeutet dies „Projekte integrieren nachhaltige Methoden“. Es dient vor allem dazu ökologische, soziale und ökonomische Risiken zu vermindern.

Diese Methode baut auf den ISO Standards auf. ISO Standards werden von der Internationalen Organisation für Normung festgelegt. Die ISO Standards spezifizieren und charakterisieren Materialien, Produkte, Prozesse und Dienstleistungen damit diese im Rahmen ihres Zweckes benutzt werden. Viele dieser Normen beziehen sich auf Qualitätskontrollen oder Einsparung von Materialien in der Produktion.

Im Mittelpunkt dieser Methode stehen die 5 P’s:

  • People (Menschen)
  • Planet (Mutter Erde)
  • Profit
  • Process (Prozess)
  • Product (Produkt)

12. Lean Project Management

Fast Facts:

  • Weniger Gesamtkosten
  • Vermeidung von Verschwendung (Zeit, Arbeit, Material) die keinen zusätzlichen Wert erzeugt
  • Ausführliche Analyse momentaner Prozesse
  • Überflüssige Prozesse werden eliminiert

Beim Lean Project Management wird versucht eine abgespeckte Version des momentanen Prozesses zu erreichen. Die abgespeckte Version soll aber nicht bedeuten, dass Produkte oder Leistungen schlechter bzw. weniger werden. Man versucht lediglich Arbeitsschritte die dem Kunden keinen Mehrwert bringen zu eliminieren.

Die Lean Project Management Methode kann in 5 verschiedene Unterpunkte aufgeteilt werden um das Ziel zu erreichen:

 

  1. Specify Value: hierbei wird der Arbeitsprozess angeschaut und analysiert welche Schritte dem Kunden tatsächlich einen Mehrwert bringen.
  2. Identify the value stream: Bei diesem Schritt werden alle Arbeitsprozesse die dem Kunden einen Mehrwert bringen aneinander gekettet.
  3. Flow: Man möchte einen Fluss zwischen einzelnen Mehr werterzeugenden Aktivitäten kreieren. Dies soll möglichst ohne Verschwendung von Zeit, Arbeit oder Material entstehen.
  4. Pull: Es wird versucht auf eine Pull-Strategy zu wechseln, indem man nur produziert was der Kunde möchte.
  5. Perfection: Die ersten 4 Schritte verursachen oft Komplikationen in der Arbeitskette. Hier wird versucht alle Schritte aneinander zu Reihen und zur Perfektion zu bringen.

 

Mehr Informationen zum Thema Lean findest du unter: https://projekte-leicht-gemacht.de/blog/pm-methoden-erklaert/lean-project-management-teil-1-einfuehrung/

 

 

Agiles Marketing einfach erklärt und erfolgreich umgesetzt [Infografik]

Agiles Marketing kommt häufig erst dann ins Gespräch, wenn die alten Ansätze nicht mehr so funktionieren wie früher. Das eigene Produkt wurde nicht zielgruppengerecht entwickelt, Push-Marketing-Strategien bleiben immer häufiger hinter den Erwartungen zurück und der Return On Investment für klassische Werbung lässt sich schon lange nicht mehr rechtfertigen.

In Zeiten des digitalen Wandels hast auch du dich bestimmt schon gefragt, wie Marketing besser funktionieren kann.

Zum Thema Agiles Marketing gibt es unzählige Ressourcen. Auch wir haben den Begriff in unserem ersten Artikel der Reihe „Agiles Marketing“ bereits ausführlich erklärt. Einen umfassenden Guide to Agile Marketing gibt es hier.

Wir wollen in diesem Beitrag mittels unserer eigens erstellten Infografik zeigen, was hinter Agilem Marketing steckt und wie es sich von traditionellen Ansätzen unterscheidet. Darauf aufbauend bieten wir Tipps, wie du Agiles Marketing am besten in eigenen Unternehmen umsetzen kannst.

Agile Grundsätze im Schnelldurchlauf

Prinzipiell geht es beim Thema Agiles Marketing vor allem um eines: Schnelligkeit. Ziel ist es, die eigene Arbeitsweise so anzupassen, dass das Marketing schnell und kreativ auf neue Trends und Gegebenheiten reagieren kann.

Ein Beispiel aus dem letzten Jahr: Donald Trump wird Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Agiles Marketing bedeutet, dass bereits Minuten später die passenden Tweets zur Veröffentlichung bereitstehen und das eigene Produkt nach nur wenigen Tagen einen neuen Werbeslogan bekommt.

Doch Vorsicht! Schnell bedeutet nicht immer gut. Um erfolgreich zu sein, muss Marketing zudem exakt auf die Kundenbedürfnisse eingehen. Menschenorientiertes Marketing braucht Offenheit und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit, zwei wichtige Kernwerte in der agilen Welt.

Idealerweise sind damit alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um wertschöpfenden Content mit den richtigen Kommunikationskanälen zur optimalen Zeit an die passende Zielgruppe zu vermitteln.

Die nachfolgende Infografik zeigt die wichtigsten Merkmale des Agilen Marketing sowie dessen Unterschiede zu traditionellen Ansätzen.

Der Weg vom traditionellen zum Agilen Marketing

Einmal eingeschlagen ist der Weg in Richtung Agiles Marketing für viele Teams nicht nur interessant, sondern nahezu unabdingbar für nachhaltiges Wachstum und Innovation.

Die Umstellung auf transparente Prozesse und Arbeitsweisen ist allerdings nicht immer ganz einfach. Methoden wie Scrum oder Kanban helfen dabei, sinnvolle Zwischenziele zu formulieren und gleichzeitig das große Ganze im Blick zu behalten.

Auch das Team kann sich durch mehr Freiheit und Eigenverantwortung weiterentwickeln, denn: Im Gegensatz zu klassischen Ansätzen fokussiert sich Agiles Marketing auf eine funktionsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Teams und Abteilungen. Im Ultimate Guide to Agile Marketing sind hierzu nochmal alle Informationen zusammengetragen.

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Die drei wichtigsten Schritte für Agiles Marketing im eigenen Unternehmen

Gerade bei der Einführung agiler Marketingmethoden stehen viele Führungskräfte vor einem vermeintlich unbezwingbaren Berg an Veränderungen. Doch der Wechsel von traditionellen Modellen hin zu mehr Agilität kann sehr einfach gestaltet werden.

Von unserer Infografik ausgehend stellen wir die drei wichtigsten Schritte vor.

1. Den eigenen Standort analysieren

Kaum ein Unternehmen wendet ausschließlich traditionelle Methoden an. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich Eure Organisation irgendwo in der Mitte der Skala zwischen traditionellem und Agilem Marketing befindet.

Um den nächsten Schritt in Richtung Agilität zu wagen, muss daher zunächst einmal der genaue Standort analysiert werden. Folgende Fragen können dabei helfen:

  • Wie arbeiten wir heute?
  • Was sind unsere größten Probleme?
  • Wo können (und wollen) wir uns weiterentwickeln?
  • Welche Methoden funktionieren am besten, welche am wenigsten?
  • Wo verlieren wir die meisten Ressourcen?
  • Wo generieren unsere Ressourcen den besten Output?
  • Was machen unsere Wettbewerber anders bzw. besser?

 

2.  Die für das eigene Unternehmen sinnvollen Methoden und Tools finden

Für kleinere, eng vernetzte Teams reicht häufig eine relative kurze Einführungsphase. Jedes Teammitglied muss sich dabei zu einer aktiven und langfristigen Umsetzung der neuen Methoden verpflichten sowie Mut zur Veränderung mitbringen. Der Ultimate Guide to Agile Marketing bietet hier einen guten Einstieg.

Größere Unternehmen finden sich mit einer komplexeren Ausgangslage konfrontiert. Hier sollte sich die Unternehmensführung überlegen, gezielt Ansprechpartner auszubilden (zum Beispiel als Agile Coaches oder Scrum-Master) und in den einzelnen Abteilungen einzusetzen. Auch die Einführung agiler Mitarbeiterführungsansätze wie beispielsweise Objectives and Key Results (OKRs) ist zu empfehlen.

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3. Passende Applikationen und Software-Lösungen wählen

Bei der Umsetzung agiler Methoden (Getting Things Done, Kanban oder Scrum) im Tagesgeschäft helfen flexible Applikationen und Software-Lösungen. Diese sollten bereits bestehende Systeme sinnvoll integrieren und ergänzen, denn nichts ist störender als noch ein weiteres Planungstool. Neues muss nicht kompliziert sein!

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Agiles Marketing leicht gemacht: Eine Einführung in Scrum und Kanban

In einer Welt ständiger Veränderung und zunehmender Komplexität ist Agiles Marketing durch seine einfachen Prozessen und klaren Zielsetzungen ein wichtiger Schlüssel zum Unternehmenserfolg. Und auch Studien belegen dies: Bain & Company beispielsweise zeigen in einem im September 2016 veröffentlichten Bericht, dass sich Innovationsgeschwindigkeit und Teamproduktivität beim Einsatz agiler Methoden mehr als verdoppeln.

In diesem Artikel stellen wir euch daher die wichtigsten Prozesse für Agiles Marketing vor, die Ihr als Voraussetzung für die Umsetzung im eigenen Unternehmen braucht. Agile Marketing bis ins letzte Detail vorgestellt, gibt es im Ultimate Guide to Agile Marketing.

 

Agile Grundsätze und ihre Integration im Marketing

Vor der Einführung agiler Marketing-Prozesse sollte sich jede Organisation mit den agilen Grundsätzen, Werten und Prinzipien vertraut machen. Denn ob agile Methoden Teil des Unternehmens werden sollten ist immer auch eine Frage der Kompatibilität mit den eigenen Unternehmenswerten.

Wie also lauten die vier wichtigsten agilen Grundsätze?

  1. Interaktion mit Einzelpersonen: Der direkte und laufende Austausch zwischen Menschen ist wichtiger als fest definierte Tools und Prozessschritte
  2. Bereitstellung funktionsfähiger Einzelschritte: Im Fokus liegen erste umsetzbare Ergebnisse statt umfassender Dokumentation.
  3. Zusammenarbeit mit dem Kunden: Die eigenen Kunden werden direkt in die Projektentwicklung mit eingebunden.
  4. Reagieren auf Änderungen: Zeitnahes Eingehen auf aktuelle Veränderungen und Schaffen kreativer Lösungsansätze ist wichtiger als dem ursprünglichen Plan zu folgen.

Agiles Marketing greift diese Werte auf und integriert sie entsprechend: Ein direkter Austausch mit den Kunden und ihren Bedürfnissen ist die Basis zur erfolgreichen und schnellen Entwicklung neuer Marketingmaßnahmen. Regelmäßiges Feedback des Kunden hilft bei der stetigen Verbesserung dieser Strategien und ermöglicht dem Team, flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren.

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Scrum: Ein Prozess zur Umsetzung agiler Werte

Die Integration der agilen Werte im Marketing klingt durchaus vielversprechend. Doch wie helfen sie, wenn sich plötzlich das politische Umfeld ändert oder schnell auf einen neuen Trend reagiert werden muss?

Scrum gilt als einer der bekanntesten Prozesses für agiles Marketing und setzt genau dort an, wo im Arbeitsalltag Herausforderungen entstehen: Der effizienten Arbeit im Team.

Statt Ressourcen für die Erstellung komplexer Marketingkampagnen aus dem operative Tagesgeschäft zu “verbrauchen” ermöglicht Scrum einen effizienteren, interdisziplären Ressourcenaustausch.

 

Die drei wichtigsten Rollen im Scrum-Prozess

Der erste Schritt im Scrum-Prozess ist eine klare Rollenverteilung aller Beteiligten.

  1. Der Product Owner stellt sachliche Anforderungen an das Team und trägt die Verantwortung für eine effiziente Umsetzung aller notwendigen Prozessschritte. Für diese Aufgabe sollte ein im Marketing erfahrener Mitarbeiter ausgewählt werden.
  1. Der Scrum Master ist für den reibungslosen Ablauf des gesamten Prozesses verantwortlich. Er nimmt dabei viele einander ähnliche Rollen gleichzeitig ein: als Coach, Mentor, Moderator und Vermittler beseitigt er Hindernisse und sorgt für klare Kommunikation zwischen den am Prozess Beteiligten. Marketingkenntnisse sind für den Scrum Master zwar hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Erfahrungsberichte zeigen zudem, dass gerade bei kleineren Marketing-Teams oft nicht genug Ressourcen vorhanden sind, um einen eigenen Scrum Master auf Vollzeit beschäftigen. Hier sollten alle Beteiligten über eine sinnvolle und klar definierte Aufgabenverteilung untereinander abstimmen.
  1. Im Zentrum des gesamten Prozesses steht ein motiviertes und eigenverantwortlich agierendes Team aus etwa fünf bis zehn Personen. Das Team setzt sich aus Mitarbeitern verschiedener Marketingbereiche zusammen. Dabei werden häufig auch Personen aus anderen Abteilung mit ins Boot geholt – interdiszplinäre Zusammenarbeit steht im Mittelpunkt.

Product Owner, Scrum Master und Team bilden ein kraftvolles Gefüge, das zusammen den nächsten Schritt des Scrum-Prozesses in Angriff nimmt: Die Erstellung von Epics und User Stories.

 

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Epics und User Stories als klare Wegweiser für agiles Marketing

Epics sind komplexe und großflächige Beschreibungen der geplanten Marketingstrategie.

Nehmen wir das Beispiel einer Marketingkampagne für eine neue App zur Produktivitätssteigerung im Home Office. Ein Epic veranschaulicht das “große Ganze” und wird immer aus Nutzersicht erstellt.

User Stories helfen dabei, Epics in kleine, leicht verständliche Schritte einzuteilen. Das Team erhält damit einen klaren Wegweiser zur Entwicklung und Umsetzung erster Ideen der geplanten Marketingkampagne. In unserem Beispiel könnte dies eine Optimierung der Sendezeit für die in der Marketingkampagne verwendeten Emails sein.

Beispiel für eine User Story: Als Kunde des Unternehmens XY möchte ich meine Emails außerhalb meiner Kernarbeitszeit erhalten, um nicht in meinem Workflow gestört zu werden.

Wie sieht nun die Umsetzung der gerade genannten Epics und User Stories in der Praxis aus?

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Mit Sprints schneller ans Ziel

Scrum arbeitet hier mit sogenannten Sprints. Darunter versteht man kurze, zeitlich genau definierte Arbeitseinheiten. Was bei jedem Sprint zu tun ist, kann das Team aus dem sogenannten Back Log (einer für das ganze Team einsehbare To-Do Liste) entnehmen.

Sprints dauern in der Regel zwei bis vier Wochen und sind klar definiert: Jeder im Scrum-Prozess Beteiligte weiß, was bis wann zu tun ist. Dadurch kann das Team schnell erste Marketingstrategien im Markt testen und direkt auf die gewonnenen Ergebnisse aufbauen.

Hier wieder zurück zu unserem Beispiel: In einem kurzen Sprint über ein bis zwei Wochen erstellt das Team einen A/B-Test zur Definition des optimalen Versandzeitpunkts der Marketingemails und führ einen ersten Testlauf durch.

Der Sprint-Zyklus besteht dabei aus einer Planungsphase, täglichen Meetings von maximal 15 Minuten Länge sowie finalen Feedback- und Review-Sessions. Die gewonnenen Ergebnisse werden sofort in der Kampagne umgesetzt. Die Methode Scrum ist im Ultimate Guide to Agile Marketing nochmal in einen tieferen Kontext eingeordnet.

Mehr Transparenz mit Kanban

Scrum bietet ein einfaches, klares System für agiles Marketing. Doch auch hier kann man schnell mal den Überblick über Prozessschritte und To-Dos verlieren. Als Ergänzung zu Scrum bietet sich daher für jedes an agilem Marketing interessierte Team die Kanban-Methode an.

Kanban ist eine übersichtliche Darstellung aller notwendigen Prozessschritte. Es stellt die für die Umsetzung der Marketingkampagne wichtigen Aufgaben visuell dar und ermöglicht eine klare Aufgabenverteilung im Team.

Die Methode adressiert vor allem folgende Fragen: Welche Ressourcen benötigt das Team? Welche Deadlines sind zu beachten? Wie integriert sich meine Aufgabe in den Gesamtprozess? Auf welchem Stand ist das Projekt zur Zeit?

 

Unsere Empfehlung: Erst recherchieren, dann experimentieren

Prinzipiell erfordert die Umsetzung agiler Marketing-Prozesse eine Kombination aus Mut und Geduld: Aus einer Vielzahl verschiedener Methoden (neben Scrum und Kanban gibt es noch zahlreiche andere!) muss das Team den für das eigene Unternehmen passenden Ansatz wählen und über einen längeren Zeitraum hinweg anwenden. Die in unserem Artikel genannten Grundbausteine dienen dabei als Orientierung und dürfen nicht mit einer Universallösung verwechselt werden.

Wir hoffen, dass diese Einführung in die wichtigsten Prozesse des agilen Marketings Euer Interesse geweckt hat. Wichtig ist das Bewusstsein, dass der eigentliche Mehrwert von Scrum & Kanban in deren kontinuierlicher Anwendung liegt. Um die besten Resultate zu erzielen, muss Euer gesamtes Team bereit sein, mit neuen Ansätzen zu experimentieren und sich gemeinsam weiterzuentwickeln.

In unserem nächsten Artikel stellen wir Euch hilfreiche Tools vor, die die regelmäßige Anwendung von Scrum & Kanban im Unternehmen erleichtern. Eine Zusammenfassung des Themas Agile Marketing ist im Ultimate Guide to Agile Marketing zusammengetragen.

 

Näher am Kunden mit Agilem Marketing

Die Ausarbeitung neuer Marketingstrategien dauert Monate und ist bereits veraltet, wenn die erste Kampagne an den Start geht. Auf neue Trends kann durch komplizierte Prozessketten nicht eingegangen werden. Klingt bekannt?

Das Erfolgsrezept lautet: Den richtigen Content zum richtigen Zeitpunkt bei der passenden Zielgruppe zu positionieren und somit einen Mehrwert für den Kunden zu schaffen. Dabei hilft Agiles Marketing. Wir zeigen was die Methode für Euer Unternehmen leisten kann.

 

Was sind agile Arbeitsmethoden und woher kommen sie?

Im Unternehmen bedeutet eine agile Arbeitsweise Beweglichkeit, Transparenz und einen flexiblen Umgang mit Veränderungen – und das in allen Prozessschritten. Gerade ins Detail ausgefeilte Langzeitplanungen und Kampagnen schießen häufig am Ziel vorbei und benötigen damit weit mehr Ressourcen als ursprünglich geplant.

Agile Methoden helfen, Projekte und Produkte schnell sowie den Kundenbedürfnissen entsprechend weiterzuentwickeln. Einen umfassenden Überblick gibt der Ultimate Guide to Agile Marketing.

Das Prinzip der Agilität stammt ursprünglich aus der Softwareentwicklung, wo es bereits seit einigen Jahrzehnten Anwendung findet. So manchem Unternehmer ist auch das im Jahr 2001 begründete Agile Manifesto ein Begriff, das die Grundlagen des agilen Arbeitsprozesses in der Softwareentwicklung definiert.

Agile Prozesse funktionieren und somit hat es die Methode aus den USA auch bereits in viele deutsche Unternehmen geschafft.

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Aktuelle Herausforderungen im Marketing

Marketing-Teams kleiner bis mittelgroßer Unternehmen und auch Startups kämpfen im Arbeitsalltag seit jeher mit Ressourcenknappheit: zu wenig Zeit, zu wenig Budget, zu wenige Mitarbeiter.

Gleichzeitig wächst die Zahl der Kommunikationskanäle beinahe wöchentlich, während sich der für kritische Wettbewerbsentscheidungen verfügbare Zeitrahmen zunehmend verkleinert. Der erfolgreiche Marketing-Manager von heute muss daher so einige Herausforderungen meistern:

 

 

 

Quelle: Kontor Digital Media 06/2016

 

Wir leben in einer immer komplexer werdenden Welt, in der Kundennähe der tragende Erfolgsfaktor ist. Laut einer Studie zum Thema Agilität der Kienbaum Consultants International GmbH halten über die Hälfte der befragten Unternehmen die Fähigkeit, umgehend auf Veränderungen der Kundenpräferenzen eingehen zu können für besonders wichtig.

Die umsetzungsstärksten Unternehmen setzen dabei bevorzugt auf das „Trial & Error“ Prinzip, gefolgt von einer schnellen Implementierung machbarer Einzelschritte. Beides sind wichtige Bestandteile im Agilen Marketing.

Was ist Agiles Marketing?

Das Deutsche Institut für Marketing (DIM) definiert Agiles Marketing folgendermaßen:

„Eine Form des Marketing, bei der der gesamte Marketing Prozess in viele kleine Schritte unterteilt wird, sodass es möglich ist, auf innere oder äußere Einflüsse an bestimmten Punkten sofort reagieren zu können, und über den weiteren Fortschritt entschieden werden kann.“

 

Agiles Marketing ist also vor allem eines: schnell. Dabei geht es weniger um das perfekte Endergebnis und vielmehr darum, viele kleine Projekte – im Scrum-Modell auch als Sprints bezeichnet – über einen möglichst kurzen Zeitraum umzusetzen. Im Fokus steht dabei immer der Kunde und seine Bedürfnisse.

Das Marketing-Team wendet die gewonnen Erfahrungen sofort im nächsten Arbeitsschritt an. Auch Fehler sind erlaubt, solange sie nicht zweimal gemacht werden. Es zählt das Prinzip „Getting Things Done“: in weniger als vier Wochen wird entwickelt, umgesetzt, gemessen, optimiert und der Zyklus beginnt von vorne. Dies lässt sich übrigens sehr gut mit der Vorgehensweise im Agilen Projektmanagement vergleichen.

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Immer in Bewegung: Agiles Marketing und seine Vorteile

Um mit der Geschwindigkeit des Marktes und der Wettbewerber mithalten zu können, entscheiden sich viele Unternehmen und Startups für Agiles Marketing.

1. Transparente Prozesse

Agiles Marketing zeichnet sich durch kurze, iterative Prozessschritte aus. Dabei werden regelmäßig Zwischenergebnisse überprüft und auch sofort am Endnutzer getestet. Das Feedback zeigt, welche Strategien funktionieren und somit weitergeführt werden sollten, während sich das Team schnell von erfolglosen Konzepten trennen kann.

2. Stärkung von Teamgeist und Eigenverantwortung

Menschen leisten, wenn ihnen die Möglichkeit und das Vertrauen dazu gegeben wird. Agile Prozesse stärken die Eigenverantwortung der beteiligten Mitarbeiter und ermöglichen funktionsübergreifende Zusammenarbeit. Das schweißt zusammen und motiviert.

3. Klar definierte Vision mit Flexibilität in der Umsetzung

Agiles Marketing bedeutet nicht, dass Unternehmen auf klare Strukturen und Zielsetzungen verzichten müssen. Durch die bewusste Abschaffung starrer Pläne kann sich das Marketing-Team auf die wirklich wichtigen Themen konzentrieren und auch (und vor allem) unerwartete Herausforderungen als Chancen wahrnehmen. Eine klar definierte Vision gibt dabei die Richtung vor. Der weitaus tiefer gehende Guide to Agile Marketing gibt über die Vorteile ebenfalls Aufschluss.

Wie sich agiles und traditionelles Marketing in den genannten Punkten vergleichen lassen, seht Ihr in unserer Infografik.

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Der Einsatz agiler Marketing-Prozesse im eigenen Unternehmen

Agile Unternehmensentwicklung ist ein evolutionärer Prozess. Obwohl viele Unternehmen in Teilbereichen wie Softwareentwicklung oder Projektmanagement bereits mit agilen Tools arbeiten, finden diese im Marketing häufig noch geringe Anwendung. Doch das Interesse steigt mit den Herausforderungen der digitalen Transformation.

Über 80% der Unternehmen gaben bei einer Umfrage des Online-Portals Statista an, dass das Marketing über Soziale Medien in den nächsten zwei Jahren (stark) wachsen wird. Im Bereich Social Media finden bekanntlich am schnellsten Veränderungen statt, die agilere Prozesse unerlässlich machen.

Wie Ihr Agiles Marketing im eigenen Unternehmen umgesetzt könnt betrachten wir im nächsten Artikel unserer Reihe „Agiles Marketing“. Eine Zusammenfassung aller Artikel gibt es im Ultimate Guide to Agile Marketing.

Tipps zur Auswahl Ihres Projektmanagement Tools

Arbeiten Sie so, wie man es den Deutschen nachsagt? Haben Sie starre Hierarchien oder sind Sie schon im Jetzt angekommen? Schon seit mehreren Jahren entwickelt sich der Trend weg von starren, hierarchischen Organisationen hin zu flexiblen Projektarbeiten. Um diesen Weg zu unterstützen bietet es sich an, mit Projektmanagement Tools zu arbeiten. Nur welches ist das Richtige für Sie? Wir haben ein paar Tipps für Sie, wie Sie Ihre perfekte Anwendung finden können.

 

Lassen Sie die Auswahl Ihrer Projektmanagement Lösung nicht zur Qual werden

Auf dem Markt finden Sie bereits ein unüberschaubares Angebot an Projektmanagement Software. Weit über 300 Anbieter haben  es sich zur Aufgabe gemacht Ihre Projekte zu unterstützen. Die Bandbreite reicht von extrem einfachen Tools bis hin zu unfassbar komplexen Anwendungen. Eine generelle Softwarelösung gibt es aber noch nicht.

Sie haben also die Qual der Wahl. Die Wahl der falschen Software kann fatale Folgen nach sich ziehen. Es entstehen Kosten. Zeitressourcen werden verbraucht. Arbeitskraft wird gebunden und dringende Aufgaben werden nicht mit bedarfsgerechten Tools angegangen. Um Szenarien dieser Art zu vermeiden, sollten Sie bei der Auswahl einer Projektmanagement Software auf relevante Kriterien achten.

Sie sollten dabei in erster Linie auf die Funktionalität der Anwendung achten. Dabei spielt die Anwenderfreundlichkeit sowie der Fokus/Ausrichtung eine entscheidende Rolle. Entscheiden Sie sich für ein Tool, welches seinem Einsatzgebiet gerecht wird. Achten Sie auf Ihre individuellen Anforderungen und Ihre persönlichen Arbeitsweisen.

 

Ermitteln Sie Ihre unternehmensspezifischen Anforderungen  

Gleichen Sie im Vorfeld Ihre Projektziele mit Ihren Anforderungen an die Projektmanagement Lösung ab. Stellen Sie sich dabei folgende Fragen:

  • Welche Funktionen muss Ihre Projektmanagement Software beinhalten?
  • Wie anpassungsfähig muss die genutzte Projektmanagement Software sein?
  • Bietet sich eher eine In-Haus-Installation (On-Premise) oder die moderne Cloud-Variante an?
  • Ist es vorteilhaft, bestehende Software Plattformen mit einzubeziehen?

 

Bestimmen Sie gewünschte Klasse Ihres Projektmanagement Tools

Es gibt folgende Systeme zur Auswahl:

  • Single Projektmanagement Systeme
  • Multi Projektmanagement Systeme
  • Kollaborative Projektmanagement Systeme
  • Prozessorientierte Multi Projektmanagement Systeme
  • Ressourcenorientierte Multi Projektmanagement Systeme
  • Planungsorientierte Multi Projektmanagement Systeme
  • Serviceorientierte Multi Projektmanagement Systeme

 

Achten Sie auf die Ausrichtung bzw. den Schwerpunkt des Tools 

Trennen Sie sich von den Projekttools welche von einer intensiven Planung und einem kontinuierlichen Controlling geprägt sind. Verwenden Sie eine Softwarelösung die genauso agil ist, wie Sie. Entscheiden Sie sich für ein Tool, in welchem Sie die Projektarbeit und die Prozessteuerung so flexibel wie möglich gestalten können.

Die Wasserfallmethode zeichnet sich durch ihr lineares Vorgehensmodell aus. Die jeweiligen Phasenergebnisse sind eine bindende Vorgabe für die nachfolgende Projektphase. Diese Projektmanagement Methode kann dann in Erwägung gezogen werden, wenn klare Abfolgen und Aufgabenstellungen vorliegen. Jedoch sind die agilen Projektmanagement- methoden entwickelt worden, um die bekannten Schwächen dieser klassischen Methoden zu umgehen. Agile Softwarelösungen führen Sie weg von den veralteten Handlungsweisen und lassen Sie schnell die Vorteile des agilen Arbeitens für sich entdecken.

Wählen Sie Ihre Projektmanagement Software nach Ihren individuellen Bedürfnissen. Überlegen Sie sich, welche Tools Sie für Ihre Projekte benötigen. Wenn Sie wissen, welche Inhalte Sie brauchen, können Sie Ihre Softwarelösung wählen. Wichtig ist dabei, dass die Anwendung all Ihre Bedürfnisse abdeckt.

 

Legen Sie den Funktionsumfang fest 

Jedes Projekt stellt andere Anforderungen. Sie sind abhängig von der Branche, von der Unternehmensgröße und –form. Ebenso beeinflusst die Größe und die Komplexität eines Projektes, die Wahl einer passenden Projektmanagement Lösung. Je komplexer Ihre Projekte sind, desto umfassender solle dann auch die gewählte Anwendung sein.

Um schneller die Spreu vom Weizen zu trennen, können Sie individuelle K.O.-Kriterien aufstellen. Dabei sollten Sie berücksichtigen, dass eine Software mit einem ungemein umfangreichen Funktionsumfang nicht immer die Spreu ist. Vielmehr sollte das Programm mit den Arbeitsweisen im Unternehmen übereinstimmen, es sollte zur Zielerreichung beitragen und einen übersichtliche Darstellung des Projektes gewährleisten.

Finden Sie ein Tool welches zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passt fällt es Ihnen leichter, dieses zu integrieren.  Die Arbeitszeit wird minimiert und es kommt zu grundsätzlich weniger Fehlern und Projektverzögerungen.

 

Sind Sie bereit für die Cloud?  

Bei der Entscheidung für ein cloudbasiertes Projektmanagement steht wieder die Flexibilität im Vordergrund. Sie benötigen keine Installation, Ihre Mitarbeiter können von allen Orten der Welt darauf zugreifen, Sie können mit allen Endgeräten an den Projekten arbeiten. Auch das Thema Sicherheit steht Ihnen beim Wechsel in die Cloud nicht mehr im Weg. Wenn Sie jedoch eine interne Lösung suchen, müssen Sie nicht unbedingt von web-basierten-Tools abweichen, es gibt Anbieter die ihre Anwendung als In-Haus-Installation anbieten. Der Vorteil an der Cloud-Lösung ist, dass Sie sich nicht selbst um die Server bzw. den Betrieb kümmern müssen.

 

Nehmen Sie ein flexibles Tool  

Die Anforderungen Ihrer Projekte können sich ändern, achten Sie deshalb darauf, eine flexible Anwendung zu wählen. Sie sollten Ihre Projekte nicht Ihrem Tool anpassen müssen, sondern die Anwendung sich an Ihre Projektdynamik fügen. Mit einer agilen Anwendung können Sie auf Veränderung eingehen und unvorhergesehene Ereignisse nicht als Hindernis zu betrachten, sondern ganz einfach in Ihr Projekt integrieren.

 

Unser Fazit 

Grundsätzlich müssen Sie die Erwartungen an Ihr Tool definieren, dabei individuelle Prioritäten setzen und entsprechend dieser, Ihre Anwendung wählen.  Ob Methode, Ziel-/Nutzendefinition, Funktionsumfangs, Nutzerakzeptanz oder flexible Einsatzmöglichkeiten. Die Frage die sich stellt, lautet: „Was ist Ihnen im Bezug auf die Anforderungen und den Nutzen bei einer Projektmanagement Lösung bzw. einer Projektmanagement Software wichtig?“

Die Arbeit lohnt sich, denn die passende Anwendung vereinfacht die Projektarbeit, verbessert die Kommunikation und die Dynamik in Ihren Teams. Mit diesen Voraussetzungen, müssen Sie sich um die Nutzerakzeptanz nicht viele Gedanken machen…